Verehrte Mitglieder, Ehrenmitglieder und Gäste des Rohrleitungsbauverbandes, meine sehr geehrten Damen und Herren,
zur Mitgliederversammlung 2019 nochmals ein herzliches Willkommen in der Landeshauptstadt Bayerns. Präsidium, Hauptgeschäftsführung und die Mitarbeiter des rbv begrüßen Sie zu unserer Jahrestagung in der Metropole München.

Wir werden Ihnen heute aus dem vergangenen Jahr über unsere Aktivitäten und das Geleistete berichten. Ein wesentlicher Erfolgspunkt des Jahres 2018 ist der Umstand, dass wir es durch langjährige und intensive, techno-politische Lobbyarbeit geschafft haben, unserer technischen Expertise in allen Bereichen des Leitungsbaus sowohl öffentliche Beachtung als auch die Aufmerksamkeit in Politik und Fachkreisen zu verschaffen. Wir werden gehört. Und hat man uns auch früher schon wahrgenommen, so werden wir heute direkt angesprochen und gefragt, denn unsere Meinung zählt, sie ist wichtig!

Dies gilt für die Gremien des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur und gleichermaßen auch für die großen Wochenzeitungen und Nachrichtenportale. Man kennt unsere technische Kompetenz und schätzt unsere qualifizierte und fundierte Einschätzung zu den Themen der Energiepolitik, der Digitalisierung und des Breitbandausbaus.

Sie alle kennen die TOP-Themen des Leitungsbaus, die Hit-Liste der Mammutaufgaben, welche derzeit am Horizont zu sehen sind:

• der Breitbandausbau,
• die Energiewende,
• der 5G-Rollout über die ganze Republik,
• das autonome Fahren,
• die Elektro-Mobilität und
• die Gleichstromtrassen.

Nach unserer Einschätzung besteht jedoch die Gefahr, dass durch den Fokus auf diese Bullet Points der Blick auf den Substanzerhalt unserer bereits vorhandenen Infrastrukturnetze wie Gas, Wasser und Fernwärme verloren geht oder wenigstens getrübt wird. Wir weisen stetig, wie tibetische Gebetsmühlen, unsere Auftraggeber und die politischen Entscheider auf die Notwendigkeit eines nachhaltigen Netzmanagements und verstetigter Investitionen hin. Immer und immer wieder tun wir das.

In den Vorstandsetagen und Geschäftsführungen unserer Auftraggeber ist angekommen, dass über Jahrzehnte mit zu geringen Erneuerungsraten und zu flachen Investitionen gearbeitet wurde. Gerade die Wassernetze sind davon betroffen. Und nicht umsonst hat der DVGW jetzt eine Wasserinitiative gestartet. Sogar öffentlich spricht DVGW-Vizepräsident Waider von einem riesigen Aufholbedarf in diesem Sektor!
Unser Fazit: „So ändern sich die Zeiten!“

Wir Leitungsbauer haben uns schon immer unserer Verantwortung gestellt und auch jetzt stehen wir bereit, unseren Beitrag zum Erhalt der Ver- und Entsorgungssicherheit in Deutschland zu leisten. Aber dafür brauchen wir – gerade im Rohrleitungsbau – verlässliche und langfristige Konzepte und Aufträge.

Wir sagen: „Redet mit uns darüber, bindet uns ein!“

Angemessene Investitionsquoten und faire Verträge sind die Voraussetzung dafür,
- dass wir unser Personal noch halten können,
- dass wir versuchen wollen Nachwuchs zu gewinnen, um dem weiteren Beschäftigtenabbau und dem Facharbeitermangel in unserer Branche entgegen arbeiten können.

Das fordern wir ein. Gestern, heute und morgen bestimmt auch noch!

Das versprechen wir Ihnen, dafür stehe ich Ihnen als Ihr Präsident im Wort!

Meine Damen und Herren,

wenn Sie unsere Frühjahrs- und Herbstsitzungen der rbv-Landesgruppen besuchen und als aufmerksame und interessierte Leser unserer rbv-Nachrichten sind Sie alle über unsere Aktivitäten im Verband gut informiert und auf dem aktuellsten Stand.

Sie alle kennen eines unserer schon lange formulierten Ziele und immer noch sehr zentralen strategischen Vision, nämlich, die kleinteilige Verbändelandschaft des deutschen Leitungsbaus zu einen und die berechtigten, oft kongruenten Interessen der Mitglieder und Verbände zu bündeln. Wir müssen mit einer Stimme sprechen! Wir haben der GSTT und auch der Gütegemeinschaft Leitungsbau die Hand für eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit gereicht und wissen uns mit diesen starken Partnern jetzt auf einem sehr guten Weg.

Mit unserem Personal und unseren Strukturen schaffen wir es gemeinsam unsere deckungsgleichen Interessen zu bündeln. Wir nutzen das Netzwerk unserer Partner, genauso, wie unsere Partner unser Netzwerk nutzen. Keiner hat deswegen seine Identität aufgegeben. Wir alle wissen, nur zusammen, mit all unseren Besonderheiten, bilden wir eine starke Interessenvertretung des Leitungsbaus! Nur so wird es uns gelingen politische und öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung unserer Arbeit, unserer Leistungen und unseres Engagements zu erreichen.
Damit wir auch in Zukunft durch Qualität und Expertise unseren Platz im deutschen und europäischen Markt sichern können, halten wir daran fest, mit möglichst allen marktbeteiligten Verbänden und Interessensgruppen im Leitungsbau unsere Kräfte zu bündeln.

Mit DVGW, BDEW und AGFW stehen wir in intensivem, regelmäßigem Austausch, in engster Abstimmung. Mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der BFA Leitungsbau positionieren wir uns. Das alles funktioniert ausgezeichnet.

Meine Damen und Herren,

wir können nicht auf jeden warten, der Zug fährt an, nimmt Fahrt auf und rollt weiter! Wir wünschen uns eine gute Reise!
Am Ende der heutigen Veranstaltung werde ich auf die aktuelle Situation im Leitungsbau noch einmal besonders eingehen, lassen Sie uns jetzt in die Tagesordnung unserer Mitgliederversammlung einsteigen!

Vielen Dank.

München, 5. April 2019


Kontakt

Rohrleitungsbauverband e. V.
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50968 Köln

T +49 221 376 68-20 
F +49 221 376 68-60
E-Mail: info@rohrleitungsbauverband.de

Bau auf Sicherheit. Bau auf Dich.

 

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