Angesichts des Fachkräftemangels, der unter Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung besonders ausgeprägt ist, ist die Berufsausbildung ein wichtiger Baustein in der Fachkräftesicherung. Die Lage am Ausbildungsmarkt ist allerdings angespannt: 2024 blieben 69.400 Ausbildungsstellen unbesetzt, während 70.400 Bewerberinnen und Bewerber keinen Ausbildungsplatz fanden.
Vor allem Jugendliche mit Haupt- oder mittlerem Schulabschluss bleiben am Ausbildungsmarkt unversorgt, obwohl Ausbildungsplätze, die diese Abschlüsse voraussetzen, am häufigsten unbesetzt bleiben.
Dass Jugendliche und Unternehmen nicht zusammenfinden, liegt an sogenannten Passungsproblemen. Diese gibt es vor allem in Bezug auf die Region, wenn die Bewerberinnen und Bewerber und der Ausbildungsplatz nicht im gleichen Ort sind, in Bezug auf den Beruf, wenn nicht der Ausbildungsberuf angeboten wird, der von Ausbildungsinteressierten gesucht wird, und in Bezug auf Merkmale wie einen bestimmten Schulabschluss, der für einen Ausbildungsplatz mindestens vorausgesetzt wird. Hinzu kommt: Jugendliche können sich nur auf Ausbildungsplätze bewerben, von denen sie auch wissen. Deswegen spielt eine passgenaue Kommunikation, bei der Unternehmen dort inserieren, wo Jugendliche suchen, eine zentrale Rolle.
Um zielgruppenspezifisches Ausbildungsmarketing zu betreiben, sollten Unternehmen die Suchstrategien ihrer Zielgruppe kennen und mit authentischen Inhalten auf den entsprechenden Plattformen präsent sein. (Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, KOFA)








