Impulsvortrag im Ausschuss für Personalentwicklung - „Junge Menschen gewinnen, erfolgreich ausbilden und ans Unternehmen binden“ – unter diesem Motto stand der Impulsvortrag von Anette Altrock, Geschäftsführerin der Coltos GmbH, im Rahmen der diesjährigen gemeinsamen Herbstsitzung des Ausschusses für Personalentwicklung (AfP) und des Arbeitskreises Junge Führungskräfte am 18. November 2017 im Hause der Josef Beermann GmbH & Co. KG in Hörstel.

Seit längerem ist das Thema Ausbildungsmarketing fester Bestandteil der Ausschusstätigkeit des AfP und neuerdings auch ein Angebot im Jahresprogramm des rbv. Anhand des Vortrages wollten AfP und Arbeitskreis neue Impulse für die Gremienarbeit erhalten.

Einblicke in die Lebenswelten junger Menschen

Schwerpunkt des Gastvortrags war die zielgruppengerechte Ansprache junger Menschen durch Unternehmen, die erfolgsentscheidend dabei ist, überhaupt Aufmerksamkeit zu erzielen und Interesse bei den potenziellen Nachwuchskräften zu wecken. Dazu brauche es laut Referentin Verständnis für die Lebenswelt und Werte der jungen Menschen, um mit den richtigen, das heißt passenden Argumenten werben zu können. Anhand zahlreicher Alltagsbeispiele gab Altrock detaillierte Einblicke in die Lebenswelt der potenziellen Auszubildenden und machte diese für die Gremienmitglieder somit besser greifbar und verständlich.

Website als Aushängeschild des Unternehmens

Neben Gesprächen mit Eltern, Bekannten und Freunden nutzen Jugendliche hauptsächlich das Internet als Informationsquelle. Im Mittelpunkt stehen dabei die bekannten Jobbörsen sowie die Websites von Unternehmen. Anhand von Beispielen verdeutlichte Altrock, wie unterschiedlich die Firmen im Leitungsbau die Anforderungen an eine adressatengerechte Ansprache erfüllen. Viele Websites würden bereits gute Ansätze enthalten, die lediglich noch besser und konsequenter verfolgt werden müssten. Manche Unternehmen hätten aber noch größeren Handlungsbedarf, so Altrock. Sie betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig ein sogenanntes „Responsive Webdesign“ ist, also eine Website, deren Erscheinungsbild sich automatisch an verschiedene Ausgabegeräte wie Tablets und Smartphones anpasst.

Hintergrund ist, dass bei der jungen Generation der Zugriff auf das Internet fast aus­schließlich mobil über das Smartphone geschieht. Und je einfacher die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit einem Unternehmen ist, desto besser. Auch ein persönlicher Ansprechpartner mit Foto baue Barrieren ab. Eine adressatengerechte Website benötige daher ein durchdachtes Konzept und eine optimale Aufbereitung der Inhalte, erklärte die Referentin. Zudem müsse der Prozess nach der ersten Kontaktaufnahme eines Bewerbers gut organisiert sein. Eine schnelle Antwort sei selbstverständlich. Hier habe das Unternehmen die Chance, einen ersten guten Eindruck zu vermitteln.

Verständnis für die Zielgruppe entwickeln

Ebenso wichtig ist es laut Altrock, dass die jungen Menschen auf Ausbilder und Team­kollegen treffen, die Verständnis für die Bedürfnisse der Zielgruppe und ein Händchen im Umgang mit ihnen haben. Letztlich, da waren sich alle Teilnehmer einig, braucht es die Unterstützung von allen Beteiligten, um eine weitreichende Integration der jungen Menschen in den Betriebsalltag zu erreichen. Nicht zuletzt sei hier eine gute Kommunikation der Meister gefragt, deren Führungskompetenz sich weiterentwickeln müsse, um den Herausforderungen der nachrückenden Generation gewachsen zu sein. Das mache es manchmal auch nötig, eigene Anschauungen und Sichtweisen hintanzustellen.

Vernetzung mit Software-Unterstützung

Kommunikation und Vernetzung werden in der heutigen Arbeitswelt immer wichtiger. Die Verwendung des Smartphones am Arbeitsplatz lässt sich vor diesem Hintergrund nicht mehr wegdenken. So berichteten die Gremienmitglieder von WhatsApp-Gruppen innerhalb ihrer Firmen, um die tägliche Kommunikation zu verbessern. Die Nutzung von WhatsApp kann aber nach Überzeugung der Teilnehmer nur eine Übergangslösung sein, denn es gibt professionelle Social-Software-Lösungen, die für Kommunikation, Information und Wissenstransfer besser geeignet sind. Gerade für junge Mitarbeiter ist es wichtig, geeignete Kommunikationsmittel, die sie im Privaten wie selbstverständlich verwenden, auch im Arbeitsumfeld nutzen zu können, um im betrieblichen Kontext ein Netzwerk aufzubauen und sich aktiv zu beteiligen. Die Einführung eines sogenannten Social-Intranets biete mit dessen vielfältigen Möglichkeiten einen hohen Nutzen und stärke die Arbeitgeberattraktivität, so Altrock. Entsprechend verwundere es niemanden, dass Untersuchungen zeigen, dass Unternehmen erfolgreicher sind, deren Mitarbeiter aktiv Social-Software nutzen.

Mitarbeiter in die Lösungsfindung einbinden

Altrock bestätigte aus ihrer Beratungstätigkeit, dass viele Unternehmen sich mit der Gestaltung der Arbeitsbedingungen auseinandersetzen müssen. Dafür gebe es keine Patentrezepte. Altrock ist jedoch überzeugt, dass den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben werden muss, Ideen und Lösungsansätze einzubringen. Hierfür gelte es, Freiraum zu schaffen. Letztlich wären die Unternehmen erfolgreich, die für gute Kommunikation und Vernetzung sorgen. Der rbv unterstützt seine Mitgliedsunternehmen bei der Bewältigung genau dieser Herausforderungen, beispielsweise mit dem eintägigen Seminar „Ausbildungsmarketing“ mit Anette Altrock als Referentin. Dies stellt einen weiteren Schritt dar, um die Wettbewerbsfähigkeit der Leitungsbauunternehmen im Azubimarkt zu stärken. Weiterführende Informationen hierzu gibt es unter www. brbv.de. (rbv)

2017 Ausschuss PersonalDie Mitglieder des Ausschusses für Personal­entwicklung und des Arbeitskreises Junge Führungskräfte konnten zahlreiche gute Beispiel aus ihrem eigenen Unternehmensalltag beisteuern.
Foto: rbv

 

 

Eingangsfoto: Dipl.-Ing. Anette Altrock, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens für Cultural Engineering Coltos


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