DVGW-Information GW 20 - Homogenbereiche

Die in der DIN 18300 definierten Homogenbereiche sind nicht für alle Projekte des Leitungsbaus sinnvoll anwendbar. Für besondere Rahmenbedingungen verweist die neue GW 20 auf die bisherigen Bodenklassen.

Die neue DIN 18300 mit ihren flexibel zu definierenden Homogenbereichen ist nicht bei allen Tiefbauarbeiten gleichermaßen praktikabel: Da eine sinnvolle Einteilung in Homogenbereiche nur im Anschluss an eine vorhergehende Baugrunderkundung erfolgen kann, erscheint dieses Vorgehen für einfachere Baumaßnahmen und unproblematischen Baugrundverhältnissen der Geotechnischen Kategorie 1 nicht sinnvoll. Die im Februar neu aufgelegte DVGW-Information GW 20 empfiehlt stattdessen eine feste Einteilung auf Grundlage der bisherigen Bodenklassen und zeigt dafür Beispiele auf, wie dies mit Hilfe der angegebenen Bandbreiten zu den Kennwerten umgesetzt werden kann.

Einführung von Homogenbereichen

Bei der Ausschreibung von Tiefbauarbeiten hat sich die Verwendung von Begrifflichkeiten aus der VOB/C, ATV DIN 18300 „Erdarbeiten“ inklusive der darin enthaltenen Bodenklassen durchgesetzt – auch bei Unternehmen, die nicht dem öffentlichen Bereich angehören und somit nicht an die Vergabe und Ausführung von Baumaßnahmen auf Grundlage der VOB gebunden sind.

In der alten DIN 18300 wurden Boden und Fels entsprechend ihrem Zustand beim Lösen in fest definierte Bodenklassen zwischen 1 bis 5 (Böden) bzw. Klassen 6 und 7 (Fels) eingestuft. Die Version von 2015 ersetzt diese Boden- und Felsklassen durch Homogenbereiche. Unter einem Homogenbereich wird ein begrenzter Bereich verstanden, der aus einzelnen oder mehreren Boden- und Felsschichten mit vergleichbaren Eigenschaften besteht. So weist ein Homogenbereich gewerksspezifisch gleiche Eigenschaften für das Bearbeiten wie z. B. das Lösen und Bohren etc. auf.

Statt einer Einteilung in einzelne Klassen von „leicht bis schwer lösbar“ müssen für die Homogenbereiche bestimmte Kennwerte sowie deren Bandbreite angegeben werden, wobei für Maßnahmen des kleinen Erdbaus deutlich weniger Kennwerte erforderlich sind. Für alle Gewerke gelten die gleichen Kennwerte des Baugrunds.

Empfehlung auf der Basis von Beispielen

Die im Februar 2022 neu aufgelegte DVGW-Information Gas/ Wasser Nr. 20 zeigt ein Anwendungsbeispiel, wie die Homogenbereiche nach der neuen Norm DIN 18300 im Erdbau für die Vergabe und Abwicklung von Bauaufträgen im Leitungstiefbau umzusetzen sind und widmet sich dabei insbesondere Einzel- und Jahresausschreibungen bzw. kleineren Erdbaumaßnahmen bei Netzbetreibern und Versorgungsunternehmen: Die für die Definition der Homogenbereiche notwendige Baugrunderkundung erscheint für Kleinbaumaßnahmen sowie einzelne Maßnahmen zur Störungsbehebung bei Versorgungsunternehmen und Netzbetreibern wenig praktikabel. Hier empfiehlt die GW-Information, weiterhin eine feste Einteilung auf Grundlage der bisherigen Bodenklassen vorzunehmen. Durch die Angabe von Bandbreiten der in der neuen DIN 18300 geforderten Kennwerte ist auch bei den Homogenbereichen eine Einteilung in feste Bereiche möglich. Die DVGW-Information gibt Beispiele und nutzt dafür die Klassifikation der bisherigen Bodenklassen als Grundlage.

 


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