Innovationspfad Digitales Bauen - Digitale Werkzeuge können nachhaltig dazu beitragen, Bau­ und Baumanagementprozesse zu optimieren.

Gerade auch vor dem Hintergrund eines zunehmenden Fachkräftemangels können besonders kleinere und mittlere Unternehmen von digitalen Tools nicht nur bei der Kundengewinnung, sondern gleichermaßen bei der Auftragsvergabe, der Bauvorbereitung und -durchführung sowie bei der Abnahme und dem Kundenservice profitieren. Der vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk konzipierte Innovationspfad Digitales Bauen stellt hier eine Auswahl sinnvoller Werkzeuge vor, um gezielt Mehrwert-Optionen aufzuzeigen.

Das Kompetenzzentrum ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundes-
ministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird.

Der Innovationspfad besteht aus mehreren Stationen, an denen jeweils ein digitales Werkzeugvorgestellt wird. Der Pfad kann live zu vorgegebenen Terminen an verschiedenen Standorten bundesweit durchwandert oder online im Video erlebt werden. Die im Rahmen dieses Konzepts präsentierten digitalen Werkzeuge sind auf die typischen betrieblichen Abläufe in kleineren und mittleren Betrieben abgestimmt und berücksichtigen alle relevanten Prozesse im Unternehmen.

Messgeräte für das Aufmaß

Mit digitalen Messgeräten können Längen, Flächen, Volumen und Neigungen problemlos, schnell und präzise mit Hilfe eines Laserstrahls vermessen werden. Mit einem rotierenden 360°-Laserscanner geschieht das Ganze vollautomatisch und in wenigen Minuten. Die Geräte werden meist von den Herstellern mit eigener Software oder Apps unterstützt, mit denen zum Beispiel digitale Grundrisse erstellt, bestehende Grundrisse importiert sowie bearbeitet und abschließend Arbeitsresultate exportiert werden können. Die Daten können in Echtzeit auf Smartphone oder Tablet übertragen werden und in Formaten ausgelesen werden, die mit gängigen Programmen für CAD (Computer Aided Design) und BIM (Building Information Modeling) kompatibel sind.

Drohnen

Mit einer Drohne kann die Baustelle per Luftaufnahme vermessen oder auch nur besichtigt werden. So können beispielsweise unzugängliche Objekte und schwer vermessbare Landschaften erfasst werden. Aus den Bilddaten der Drohnenflüge lassen sich 3D-Modelle erstellen, die für eine maßstabsgerechte Vermessung genutzt und visuell attraktiv für die Kundschaft aufbereitet werden können.

Werkzeugausgabe Station

Diese funktioniert wie eine Packstation, nur dass Werkzeuge, Geräte und Materialien enthalten sind, die mit einem Tag beziehungsweise Transponder bestückt sind. Sie enthalten Informationen, die mit entsprechenden Geräten ausgelesen werden können. Das System erkennt, wer welches Gerät führen darf, es speichert, wer es wo und wie lange genutzt hat und wann es an der Zeit ist, das Gerät zu warten oder auszutauschen. Die Daten können mit in einem integrierten Warenwirtschafts- und Abrechnungssystem verarbeitet werden.

Software zum Erstellen und Auswerten von Plänen/ Modellen

Es werden verschiedene Softwarelösungen zum Planen und Modellieren gezeigt. Die Möglichkeiten reichen von schlanken Programmen zur Ermittlung von Materialmengen und Aufmaß aus Plänen und Fotos über Lösungen mit integrierten Produkt-Datenbanken für die Planung bis zu umfangreicher CAD- und CAM-(Computer Aided Manufacturing) Software. Solche Software ermöglicht es, aus digitalen Vermessungs- und Planungsdaten präzise Pläne und 3D-Aufmaße zu erstellen und das Ergebnis in visuell ansprechenden, fotorealistischen Bildern oder als 3D-Panoramen zur Betrachtung auf Smartphone, Tablet oder PC zu generieren.

Brillen zur erweiterten oder virtuellen Realität

VR-Brillen (virtual reality = virtuelle Realität) können genutzt werden, um 3D-Modelle tatsächlich „begehbar“ zu machen und den Kunden einen Einblick in das Arbeitsergebnis zu erlauben, noch bevor mit der Arbeit vor Ort begonnen wurde. Wer die Brille aufsetzt, kann damit quasi in die Welt nach Vollendung des Bauwerks „eintauchen“ und darin herumlaufen.

AR-Brillen (augmented reality = erweiterte Realität) funktionieren über das Einblenden von 3D-Bildern, von Objekten oder Menschen, ähnlich einem Hologramm, im Sichtfeld der Brille, wobei die echte Umwelt noch zu sehen ist.

VR­ und AR­Programmierservices

Es gibt verschiedene Entwicklungen, um Bauwerke, Objekte und Anweisungen per VR- oder AR-Darstellung zu erstellen. Diese müssen nicht unbedingt über eine Datenbrille geschehen, denn die Entwickler haben auch AR-Programme für die Nutzung mit dem Tablet oder Smartphone im Angebot.

Apps und Software zur Erleichterung der Baudokumentation und Kommunikation

Viele Apps und Programme bieten Möglichkeiten, das Arbeitsleben digital zu erleichtern, ohne eine komplexe Digitalisierung aller betrieblichen Abläufe nach sich zu ziehen. Oft können sie auch als Erweiterungen in bestehende Systeme eingebunden werden. Möglich ist zum Beispiel eine einfache, schlanke Baustellendokumentation via Foto, mit der die Baustellenbilder synchron im Team verwaltet und mit Zusatzinformationen versehen werden können. Es gibt aber auch umfangreiche Bautagebücher, die sich per App führen lassen. Verschiedene Software-Lösungen verbinden die Foto-Dokumentation mit einer Vielzahl anderer Funktionen, wie etwa Dokumentierung von Personal-, Material- und Maschinen-
einsatz, Wetterdaten und Adressbüchern.

Software für vorwiegend kaufmännische Tätigkeiten

Auch für die kaufmännischen Arbeiten beim Bauen besteht die Möglichkeit, von den unterschiedlichen Softwarepaketen verschiedener Anbieter Gebrauch zu machen. Für kleinere Handwerksunternehmen gibt es zum Beispiel Basis-Lösungen, mit denen die laufenden Projekte strukturiert verwaltet werden sowie Angebote, Rechnungen, Material- und Adressverwaltung einfach erledigt werden können. Je nach Bedarf kann dies um Funktionen aufgestockt werden, wie etwa Kalkulation, Terminplanung, Lagerverwaltung, Auftragsvorlagen, Zeiterfassung, Lohnabrechnung sowie 3D-Planungen. (BZB)

Das Video zum Innovationspfad finden Sie hier.

(Foto: Zephyr_p | shutterstock)


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