Mit dem symbolischen Spatenstich für „H₂Coastlink 1“ startet EWE NETZ den Bau einer 24 Kilometer langen Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer. Sie verbindet künftig den Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz. An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden. (Foto: EWE NETZ / Carina Penning)
Beim Spatenstich (v. l.): Arno Ulrichs (Bürgermeister Ihlow), Matthias Groote (Landrat Leer), Dr. Timm Olbricht (GTG Nord), Olaf Meinen (Landrat Aurich), Marco van der Spek (EWE NETZ), Dr. Frank Reiners (EWE AG), Anja Troff-Schaffarzyk (MdB), Heiko Fastje (EWE NETZ), Claus-Peter Horst (Bürgermeister Leer) und Hendrik Schulz (Bürgermeister Moormerland).
Mit „H₂Coastlink 1“ nimmt der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur im Nordwesten weiter Gestalt an. Die Leitung verbindet den 320-MW-Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz und weiteren Bausteinen der Wasserstoffinfrastruktur, darunter das Projekt „HyperLink“ von Gasunie Deutschland und der von OGE geplante „Nordsee-Ruhr-Link IV“.
Wie wichtig diese Infrastruktur ist, zeigt ein erst kürzlich geschlossener Liefervertrag zwischen EWE und der Salzgitter AG. Ab 2030 soll grüner Wasserstoff aus Emden für die klimafreundlichere Stahlproduktion in Salzgitter bereitgestellt werden.
„Der Liefervertrag mit der Salzgitter AG zeigt, dass der Wasserstoffhochlauf konkrete Formen annimmt. Damit grüner Wasserstoff künftig zuverlässig bei industriellen Abnehmern ankommt, brauchen wir leistungsfähige Transportinfrastruktur. H₂Coastlink 1 ist dafür ein entscheidender Baustein“, sagt EWE-Vorstand Dr. Frank Reiners.
Durch die neue Leitung sollen künftig rund 26.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr aus dem Elektrolyseur in Emden transportiert werden. Darüber hinaus verfügt die Leitung über weitere Kapazitäten zum Transport von Wasserstoff. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung energieintensiver Industrieprozesse.
Schnelle Genehmigung schafft Voraussetzung für den Bau
Dem Baustart ging ein außergewöhnlich zügiges Genehmigungsverfahren voraus. Zwischen Einreichung der Planfeststellungsunterlagen und dem Planfeststellungsbeschluss lagen lediglich fünf Monate. Möglich wurde dies durch gute Vorbereitung und die enge Zusammenarbeit von Behörden, Kommunen, Grundstückseigentümern sowie den Projektteams und Planungspartnern.
„Projekte wie dieses sind entscheidend, damit der Wasserstoffhochlauf gelingt und die benötigte Infrastruktur rechtzeitig zur Verfügung steht“, erläutert Dr. Tim Olbricht, Geschäftsführer der GTG Nord.
Von der Planung in die Umsetzung
Vorhabenträger von ist die GTG Nord. Die Planung und den Bau der Leitung übernimmt EWE NETZ im Auftrag der GTG Nord. Beide Unternehmen sind Töchter des EWE-Konzerns.
Zahlen und Fakten zur Leitung
- Länge: rund 24 Kilometer
- Verlauf: Emden – Leer
- Anschluss des 320-MW-Elektrolyseurs in Emden
- Inbetriebnahme geplant für Herbst 2027
- Transportkapazität: mehr als 70.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr
- Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes
Weitere Informationen: www.clean-hydrogen-coastline.de/transport








