23.06.2010 -
Wasserwirtschaft
Wasserwirtschaft im Wandel
Die Wasserwirtschaft steht vor neuen Herausforde-rungen. Gleich mehrere Faktoren zwingen die Akteure der Wasserwirtschaft zum Umdenken. Die entschei-dende Rolle spielt dabei der Klimawandel, der weltweit deutlich zu spüren ist. Zusammen mit der Zunahme der versiegelten Flächen, dem demografischen Wandel, dem in den Köpfen der Bevölkerung verankerten Wasserspargedanken und den knappen Energieressourcen muss dies zwangsläufig zu einer Neustruk-turierung der versorgungstechnischen Infrastruktur führen.
Autor: Dr. Michael Beckereit
Leitungsbau
Wasseranbohrarmaturen und Anbohrvorgang in der Wasserversorgung – Einsparmöglichkeiten durch Standardisierung
Die Produktvielfalt im Bereich der Anbohrarmaturen ist enorm. Das überar-beitete DVGW-Merkblatt W 333 unterstützt den Anwender bei der Auswahl der geeigneten Anbohrarmatur. Darüber hinaus ist von Zeit zu Zeit eine Prüfung der eingesetzten Standards geboten, um Einsparmöglichkeiten auszuschöpfen.
Autor: Dipl.-Ing. (FH) Christoph Krippgans
Chlorfreie Entfernung von Biofilm in Rohrleitungsnetzen bis DN 1000
Rohrleitungsnetze zum Transport von Trinkwasser sind wichtige Bestand-teile, die zur optimalen Verwendung entsprechend gereinigt und gewartet werden müssen. Findet eine starke Besiedlung der Rohre mit Biofilmen statt oder treten ungewollte Inkrustationen auf, so sind diese zu entfernen, um die Qualität des Trinkwassers sicherzustellen und die Anlagenbe-standteile vor Korrosion, Defekten oder Verstopfung zu schützen. Für eine effektive Biofilmentfernung (99 Prozent) in Rohrnetzen mit Hilfe von Wasserstoffperoxid stehen die Methoden im Standverfahren, im zirkulie-renden und durchfließenden Verfahren wie auch während der Druckprobe zur Verfügung. Zu beachten sind hierbei die unterschiedlichen Material-eigenschaften der Rohre. Zur effektiven Beseitigung von Inkrustrationen, Biofilm oder mineralischen Ablagerungen steht das Impuls-Spül-Verfahren zur Verfügung. Eine Kombination der Reinigungsmethoden führt zu einer Effektivitätssteigerung.
Autorin: Dipl.-Biol. Kathrin Fiedler
Schwerpunkt Spezialtiefbau
Spezialtiefbauarbeiten für die U4 in der Hamburger HafenCity
Die im Auftrag der Hamburger Hochbahn AG zu errichtende U-Bahn-Linie U4 verbindet die Hamburger HafenCity mit dem U-Bahn-Netz der Stadt Hamburg. Bei den in diesem Beitrag vorgestellten Spezialtiefbauarbeiten handelt es sich im Wesentlichen um tiefe Stahlbetonschlitzwände für den in offener Bauweise herzustellenden Teil der Trasse, Bohrpfahlschächte für die Zielschächte und Notausstiege, Verpresspfähle für die Rückveran-kerung der Unterwasserbetonsohlen sowie zwei zwischen 38 und 40 Meter tiefe in Schlitzwandbauweise hergestellte Schachtbaugruben. Letztere erwiesen sich aufgrund der geometrischen und geotechnischen Randbedingungen als besondere Herausforderung. Neben der Vorstel-lung der Spezialtiefbauarbeiten dieser Bauaufgabe werden insbesondere die Schwierigkeiten bei der Herstellung der vorgenannten Schlitzwand-schächte erläutert sowie die durchgeführten Sanierungsarbeiten beschrieben.
Autor: Dr.-Ing. Daniel Reichert
Anspruchsvolle Bohrarbeiten zur Sicherung der innerstädtischen Bebauung beim Projekt „City Tunnel Leipzig“
Innerstädtische Tunnelbauprojekte zur Verbesserung der Infrastruktur wie in Amsterdam, Leipzig, Köln oder Karlsruhe erfordern in vielen Fällen besondere Sicherungsmaßnahmen für die bestehende Bebauung, die u. a. mit Compensation Grouting, auch als Hebungsinjektion oder Soilfrac® bezeichnet, ausgeführt werden. Wesentlicher Bestandteil dieser Arbeiten ist das Herstellen der erforderlichen Bohrungen für den Einbau der Manschettenrohre, die hier am Beispiel des Bauvorhabens „City Tunnel Leipzig“, Los B, vorgestellt werden.
Autoren: Dipl.-Ing. Reiner Otterbein, Dipl.-Ing. Thomas Paßlick, Dr.-Ing. Ulrich Trunk
Energieversorgung von Gewerbeobjekten mit Energiepfählen
Energiepfähle werden bei Gebäuden eingesetzt, die aus Gründen der Statik auf Gründungspfählen errichtet werden. Die Bewehrungskörbe der Energiepfähle werden dazu mit wasserführenden Rohrschlangen aus Polyethylen mäanderförmig belegt und dienen somit als geothermischer Absorber für die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes aus dem Untergrund. Aufgezeigt wird die planerische Vorgehensweise anhand des Ausführungsobjekts „Ärztehaus in Mannheim“.
Autor: Dipl.-Ing. (FH) Gerd Haug
Trinkwasseraufbereitung
Nanofiltration und Niederdruckumkehrosmose zur Trinkwasserauf-bereitung in Deutschland
In der öffentlichen Wasserversorgung in Deutschland ist seit dem Jahr 2005 eine steigende Nachfrage nach Nanofiltrations- und Niederdruck-umkehrosmose-Anlagen (NF/LPRO – NanoFiltration / Low Pressure Reverse Osmosis) zur zentralen Enthärtung und Entsalzung zu verzeich-nen. Die dabei genutzten Rohwässer weisen mit ca. 500 bis 1.500 mg/l TDS einen wesentlich geringeren Salzgehalt im Vergleich zu Meerwasser aus. Daraus resultieren vergleichsweise geringere osmotische Drücke.
Autor: Dr. Uwe Müller