30.09.2009 -
Leitungsbau
Erneuerung von Gas- und Wasserrohrleitungen - das neue DVGW-Arbeitsblatt GW 320-1
Nach 10-jähriger Anwendung erfolgte die gründliche Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblattes GW 320-1. Metallene Rohrwerkstoffe wurden aufgenommen und der Stand der Technik berücksichtigt. Beispiele aus dem Berliner Gasrohrleitungsnetz verdeutlichen die hohe Praxistaug-lichkeit des Arbeitsblattes.
Autor: Dipl.-Ing. Thomas Penski
Mehr Transparenz für PE-Kunststoffrohrbranche
Bei den PE-Druckrohren bestimmt seit einigen Jahren die rasante Entwicklung von neuen Rohstoffqualitäten und Rohrvarianten für die Gas- und Trinkwasserversorgung die Branche. Diese Vielfalt sorgt für wenig Transparenz für den Anwender. Hinzu kommt, dass die meisten Rohr-hersteller Einsatzbereiche bzw. -möglichkeiten für diese Rohrvarianten angeben, die vom DVGW-Regelwerk abweichen. Die Frage nach den richtigen Rohstoffqualitäten bzw. der richtigen Rohrvariante ist deutlich komplexer geworden. Wie in keiner anderen Branche stehen die Anwender derzeit vor dem Problem: „Welches Rohr soll bzw. darf es denn sein?“.
Autorin: Dipl.-Ing. Ute Klümper
Gegenwart und Zukunft der technischen Rohrnetzbewertung
Die Technische Zustandsbewertung metallischer Trinkwasserleitungen ist unverzichtbare Grundlage für eine belastbare Rohrnetzbewertung im Rahmen von Instandhaltungsplanungen und -maßnahmen.
Autoren: Dr.-Ing. Hans-Christian Sorge, Dr.-Ing. Wolfgang Berger, Dipl.-Ing. Christoph Förster
Fuzzy-Technik – Theoretischer Ansatz oder praxisrelevantes Werkzeug?Der Beitrag stellt realisierte regelungstechnische Anwendungen im Umfeld der Trinkwasserversorgung dar, bei denen Fuzzy-Logik eingesetzt wird und mit Fuzzy-Technik Vorteile gegenüber herkömmlichen Regelungsverfahren erreicht werden können.
Autoren: Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Markus Kosch, Stefan Marquardt
Von der Zustandsbewertung von Trink- und Abwassernetzen bis zur Entwicklung von Rehabilitationsstrategien
Die Spartenintegration zwischen Wasserversorgung und Abwasserent-sorgung ist eine wesentliche Grundlage für das Zusammenführen von Netzstrategien und Effektivitätssteigerungen in den Prozessen Instand-haltung und Investitionen. Eine schnelle und flächendeckende Aussage zum baulichen Zustand, der hydraulischen Leistungsfähigkeit und zu netzstrategischen Fragen ist Anspruch der KWL-Kommunale Wasser-werke Leipzig GmbH und wird von den Kommunen und Unternehmen mittlerweile vorausgesetzt. Die Nutzung von mobilen Lösungen in den Netzen und Anlagen vor Ort, die Transparenz und Reproduzierbarkeit in den Prozessen und der schnelle Zugriff über das KWL-Portal sind Hilfe und Voraussetzung zugleich.
Autor: Dipl.-Ing. Rolf-Dieter Schröter
Geothermie
Temperaturtiefenprofile stärken die Aussagekraft von Thermal-Response-Tests
Bedeutsam sind detaillierte Kenntnisse zur Wärmeleitfähigkeit des erbohrten Untergrundes insbesondere für die Erhöhung der Planungs-sicherheit bei der Auslegung einer Erdwärmesonden-Anlage; etwa wenn Erdwärmesonden innerhalb eines Kluftgrundwasserleiters niedergebracht werden und nicht vorsehbar ist, ob bzw. inwieweit sich diese grundwasser-führende Klüfte erschließen. Bei der Ursachenforschung nach einem Leistungsabfall einer Erdwärmeanlage oder bei anderen Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit deren Betrieb kann die Kenntnis der Temperatur-tiefenprofile zu den Erdwärmesonden hilfreich sein. Auch kann der Frage, ob eine ausreichende Dicht- bzw. Absperrwirkung der Erdwärmesonden-hinterfüllung zur Trennung zweier Grundwasserstockwerke besteht, nachgegangen werden. Aufgezeigt wird, wie die Kombination von Thermal-Response-Test (TRT) und Temperaturtiefenprofilmessungen die Belastbarkeit der Einzelergebnisse in ihrer Aussagekraft stärkt.
Autoren: Prof. Dr. Simone Walker-Hertkorn, Dr. Markus Kübert, Dipl.-Geol. Andre Vouttá
Trinkwasserversorgung
Villingen-Schwenningen erhält neues Trinkwasserkonzept – Umbau im laufenden Betrieb
Im Hochbehälter Türnleberg betreiben der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung (ZV BWV) und die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SWVS) bereits je zwei Reinwasserkammern. Das Wasser aus der Keckquelle wird zum Hochbehälter geleitet und über einen Strahlapparat zusammen mit dem BWV Wasser in einer vorgelagerten Mischkammer gemischt. Von hier aus wird das Trinkwasser über die Reinwasser-kammern im Gefällebetrieb in das Verteilernetz von Villingen-Schwenningen eingespeist. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen wurden die beiden Kammern saniert und das Volumen um ca. 10 Prozent vergrößert. Das Speichervolumen beträgt jetzt 3.000 bzw. 5.000 m3. Um die Versorgung in dieser Form sicherzustellen, musste im Rohrkeller des Hochbehälters ein neues Pumpwerk während des laufenden Betriebes eingerichtet werden.
Autor: Maik Wötzel