Die Landesgruppensitzungen des Rohrleitungsbauverbandes e. V. (rbv) haben Tradition:
Jedes Jahr im Herbst treffen sich die Vertreter der Mitgliedsunternehmen in den Regionen, um sich über die Arbeit ihres Verbandes und die aktuellen Entwicklungen im Leitungsbau zu informieren. Zu den wichtig-sten Tagesordnungspunkten zählt der Bericht der Geschäftsführung. rbv-Hauptgeschäftsführer Dipl.-Ing. Wilhelm Kröfges und rbv-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dieter Hesselmann fassten auf den ersten vier Sitzungen der Landesgruppen Rheinland-Pfalz/Saarland, Berlin/Brandenburg, Nord und Sachsen/Sachsen-Anhalt die Aktivitäten des Verbandes für die Mitglieder zusammen.
Neben der Arbeit der Kooperation Leitungsbau – ein Zusammenschluss von rbv und führenden Fachverbänden zur Wahrnehmung der Interessen der Mitglieder gegenüber Auftraggebern, Netzdienstleistern und
Behörden – standen Berichte über die rbv-Arbeitskreise „Satzung“ und „Pipelinebau“ im Fokus. Ebenso wie die Tätigkeiten des Technischen Ausschusses, der Bundesfachabteilung Leitungsbau sowie die Themen Neufassung der GW 301, die Zertifizierung von Fachunternehmen und der Bereich Öffentlichkeitsarbeit.
„Die meisten rbv-Mitgliedsunternehmen bewegen sich mittlerweile nicht nur auf den Märkten des Gas- und Wasserfaches, sondern sind ebenso im Leitungsbau oder in der Leitungssanierung für die Bereiche Abwasser, Fernwärme, Strom oder Telekommunikation tätig“, so Hauptgeschäfts-führer Kröfges. Da die Satzung des rbv derzeit nur ein Engagement des Verbandes in der Gas- und Wasserversorgung möglich macht, hat der rbv-Vorstand im Juni 2009 die Gründung eines Arbeitskreises beschlossen, der prüfen soll, ob und unter welchen Bedingungen eine Weiterentwick-lung des Verbandes sinnvoll ist.
Dabei werden Präsident Dipl.-Ing. Klaus Küsel, Vizepräsident Dipl.-Ing. (FH) Fritz Eckard Lang, die Landesgruppenvorsitzenden Dipl.-Ing. (FH) Manfred Vogelbacher und Dipl.-Ing. Franz Hoffmann sowie die rbv-Geschäftsführung bei ihrer Arbeit von einer erfahrenen Beratungsge-sellschaft für Verbandsmanagement unterstützt. Der Mitgliederver-sammlung 2010 soll – so die vorläufige Planung – eine Satzungsän-derung vorgestellt werden, die neben der Zertifizierung nach GW 301 weitere Qualitätszeichen als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im rbv zulässt. „Wenn alles klappt“, so Hesselmann, „können erste Ergebnisse auf der 17. Tagung Rohrleitungsbau am 26. und 27. Januar 2010 präsentiert werden.“
Vielfältige Aktivitäten
Mit dem sogenannten „Berliner Abkommen“ brachte Geschäftsführer Hesselmann ein weiteres Highlight der diesjährigen Verbandsarbeit zur Sprache. Nach der Übernahme der Geschäftsführung der Bundesfach-abteilung Leitungsbau durch den Rohrleitungsbauverband (rbv) ist das Hauptziel der Kooperation mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den bauindustriellen Landesverbänden und den rbv-Regionalgruppen. Insbesondere soll der Leitungsbau in wirtschaftspolitischen Fragen gegenüber Bundesbehörden, Bundesorganisationen und Monopolauf-traggebern vertreten werden. Weitere Veränderungen sind für den Technischen Ausschuss rbv vorgesehen. „Vor allem mit Blick auf die erweiterten Aufgaben des rbv müssen die Strukturen der Geschäftsführung des Technischen Ausschusses (TA) angepasst werden“, erklärte Hesselmann. Zur Optimierung der Kommunikation zwischen den Gremien ist die Installation eines Intranets geplant.
Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit
Zu den erwähnenswerten Aktivitäten der rbv-Geschäftsführung 2009 zählte der Besuch der Bundesnetzagentur, bei dem Präsident und Geschäfts-führung die Mitarbeiter der BNetzA auf die Auswirkungen der Regulierung auf die Leitungsbauunternehmen hingewiesen haben. Darüber hinaus diskutierte der Präsident des Rohrleitungsbauverbandes, Dipl.-Ing. Klaus Küsel, bei einem Parlamentarischen Frühstück mit Vertretern von der FDP, den Grünen und der SPD über Möglichkeiten, dem Qualitätsaspekt und den netzerhaltenden Investitionen im Rahmen der Anreizregulierung mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Ebenfalls erfolgreich war eine Vortragsver-anstaltung am 30. Juni in der Messe Düsseldorf zum Thema „Private Grundstücksentwässerung“. Unter Teilnahme von Staatssekretär
Dr. Alexander Schink (Ministerium für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) wurden über 100 Vertreter von Städten und Gemeinden aus NRW auf ihre Informationspflicht gegenüber den Bürgern hingewiesen.
Hinzu kommt: In einem gemeinsamen Brief an Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sowie weitere Bundesminister und Politiker wiesen sieben Verbände – darunter der rbv – darauf hin, dass das Konjunkturpaket von kurzfristigen, konsumstimulierenden Ausgaben hin zu langfristig wirksamen Maßnahmen umgeschichtet werden müsse. Von der Einbeziehung der Förderung der Sanierung von Abwasserkanalisationen erhoffen sich die Verbände nachhaltige Impulse für Wachstum und Beschäftigung. Darüber hinaus wollen die rbv-Mitglieder mit einem neuen Arbeitskreis „Pipelinebau“ auf den wachsenden Markt in Deutschland reagieren. Nach dem erfolgreichen Messeauftritt des rbv und seiner Partnerverbände auf der WASSER BERLIN hat der rbv-Vorstand beschlossen, sich gemeinsam mit den Partnerverbänden auch auf der IFAT – Internationale Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling – zu präsentieren. (dh)
Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland
(04.09.2009)
Als besondere Gäste konnte Dipl.-Ing. (FH) Fritz Eckard Lang, Vorsitzender der Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland, Dr. Peter Missal (Vorsit-zender der DVGW-Landesgruppe Rheinland-Pfalz), Dipl.-Ing. (FH) Heinz Flick (Geschäftsführer der DVGW-Landesgruppe Rheinland-Pfalz), Rechtsanwalt Karl Hannig (Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeber-verbandes der Bauwirtschaft des Saarlandes) und Dipl.-Kfm. Friedhelm Schreiner (Landesverband Bauindustrie Rheinland-Pfalz e. V.) sowie die rbv-Ehrenmitglieder Dipl.-Ing. Arnd Böhme und Dipl.-Ing. Hans Reister begrüßen. Neben dem Bericht der Geschäftsführung stand vor allem der Verkauf der Thüga AG durch die E.ON AG als Thema auf der Tagesord-nung. Dr. Peter Missal, neuer DVGW-Vorsitzender in Rheinland-Pfalz und Mitglied der Geschäftsführung Thüga Energienetze GmbH, nahm zum Verkauf der Thüga AG Stellung. Mainova, N-Ergie AG, Stadtwerke Hannover AG und ein Konsortium aus über 40 kleinerenund mittleren Versorgern hatten sich mit E.ON im August dieses Jahres über den Verkauf des Tochterunternehmens Thüga geeinigt. Der neu gestaltete Energieverbund, der unter den größten deutschen Energieversorgern Platz 5 einnimmt, will laut Dr. Missal eng mit dem rbv und seinen Mitgliedsunternehmen zusammenarbeiten. Dementsprechend seien mindestens einmal im Jahr Gespräche zwischen Rohrleitungsbau- und Versorgungsunternehmen geplant, die gemeinsam von den rbv-Landesgruppen Rheinland-Pfalz und Hessen/Thüringen organisiert werden sollen. Diskussionsbedarf herrscht nach Meinung von Hannelore Herrmann, Geschäftsführerin der Rohrbau Herrmann GmbH, vor allem hinsichtlich der Vertragsgestaltung bei der Auftragsvergabe.
Die nächste Sitzung der rbv-Landesgruppe Rheinland- Pfalz/Saarland soll am 2. und 3. September 2010 im Hotel Schloss Reinhartshausen Kempinski in Eltville stattfinden.
Landesgruppe Berlin/Brandenburg (18.09.2009)
Die Sitzung der Landesgruppe Berlin/Brandenburg fand unter Leitung des Vorsitzenden Dipl.-Ing. (FH) Manfred Vogelbacher statt. Neben Dipl.-Ing. Rainer Eder (Ehrenpräsident Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e. V.), Dipl.-Kfm. Peter Foerstendorf (Rechnungsprüfer rbv), RA Wolf Burkhard Wenkel (Geschäftsführer Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e. V.) zählte RA Axel Wunschel (Hauptgeschäftsführer Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e. V.) zu den besonderen Gästen der Veranstaltung.
RA Wolf Burkhard Wenkel würdigte die enge Zusammenarbeit der drei Verbände FG Bau, Bauindustrie und rbv in Berlin, zu deren wichtigsten Aktivitäten der Kampf gegen die illegale Beschäftigung zählt. Das Gesetz über die Sicherung der Bauforderungen (BauFordSiG) stand im Mittelpunkt der Grußworte von RA Axel Wunschel. Da dieses Gesetz die gesamte Baubranche – vom Hauptunternehmer bis zum kleinsten Handwerker – in massive Liquidationsprobleme stürze, sieht Wunschel dringenden Handlungsbedarf. „Das Gesetz ist für die Bauwirtschaft in der Praxis nicht umsetzbar und verfassungswidrig. Dies belegt ein Gutachten vom September 2009 zur ‚Praxistauglichkeit und Rechtmäßigkeit des BauFordSiG aus wirtschafts-, insolvenz- und verfassungsrechtlicher Sicht‘“, so Wunschel. Landesgruppenvorsitzender Vogelbacher berichtete über die Verhandlungen von rbv-Landesgruppe, FG Bau und Bauindustrie mit den Berliner Versorgungsunternehmen. Im Fokus standen neben zukunftsträchtigen Themen wie Fernwärme und Windkraft vor allem Gespräche über eine deutliche Erhöhung der Jahresinvestitionen der Berliner Wasserbetriebe in das Leitungsnetz.
Die nächste Herbsttagung der rbv-Landesgruppe Berlin/Brandenburg soll am 30. September und 1. Oktober 2010 in Weimar stattfinden.
Landesgruppe Nord (11.09.2009)
Der Vorsitzende der Landesgruppe Nord, Dipl.-Ing. Klaus-Dietrich Lankow, begrüßte als Gäste neben Dipl.-Ing. (FH) Bernd Rackow (Geschäftsführer des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V.) die rbv-Ehrenmit-glieder Dipl.-Ing. Arnd Böhme und Dipl.-Ing. Diedrich Stehmeyer. Sein besonderer Gruß galt Dipl.-Ing. Klaus Küsel (Präsident des rbv), Dipl.- Ing. (FH) Fritz Eckard Lang (Vizepräsident des rbv) und Dipl.-Ing. (FH) Manfred Vogelbacher (Vorsitzender der Landesgruppe Berlin/Brandenburg), die sich anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Landesgruppe Nord zu einer rbv-Vorstandssitzung trafen. Darüber hinaus wurde bei der Sitzung der Landesgruppe gewählt. Dipl.-Ing. Klaus-Dietrich Lankow und Dipl.-Ing. Hüseyin Özkan wurden dabei einstimmig in ihren Funktionen als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender bestätigt.
Die rbv-Landesgruppe Nord will sich am 9. und 10. September 2010 treffen.
Landesgruppen Sachsen und Sachsen-Anhalt
Der Vorsitzende der Landesgruppe Sachsen, Dipl.-Ing. Gunter Hüttner, und der Vorsitzende der Landesgruppe Sachsen-Anhalt, Dipl.-Ing. Rüdiger Oelze, begrüßten als Gäste Dipl.- Ing. Uwe Barthel (Stadtwerke Chemnitz AG), Dipl.-Ing. Reinhard Rauh (DVGW-Landesgruppe Mitteldeutsch-land, Kesselsdorf) und Dipl.-Päd. Jens-Uwe Strehle (Berufsförderungswerk Bau Sachsen e. V., Leipzig) sowie die rbv-Ehrenmitglieder Dipl.-Ing. Arnd Böhme und Dipl.-Ing. Eberhard Marquardt. In seinem Grußwort zollte der Vorsitzende der bdew-Landesgruppe Mitteldeutschland, Uwe Barthel, den Rohrleitungsbauunternehmen großen Respekt für ihre Arbeit. „Die Unternehmen brauchten Spielräume, um die gestellten Aufgaben auch eigenverantwortlich lösen zu können“, so sein Appell.
Wettbewerbssituationen zwischen den Teilnehmern des Marktes sieht Barthel zunehmend in den Segmenten Rohstoffe, erneuerbare Energien, Trinkwasser und Personal. Kritisch äußerte sich Barthel über den Stellenwert der aktuellen und zukünftigen Energiepolitik in Deutschland. Nachbarländer wie Frankreich, Russland oder Dänemark hätten nach seiner Einschätzung in energiepolitischen Fragen bereits die Nase vorn.
Die nächste Herbsttagung der rbv-Landesgruppen Sachsen und Sachsen-Anhalt soll voraussichtlich am 23. und 24. September 2010 in Magdeburg stattfinden. (dh)