Rohrleitungsbauverband

AUSGABE MÄRZ 2009 DER BBR

18.03.2009 -


Leitungsbau

Offshore-Großrohrleitung am Persischen Golf
Um Meerwasser aus dem Persischen Golf als Prozesskühlwasser und zur Entsalzung zu entnehmen, werden an der Südküste des Iran seit August 2008 Großrohrleitungsstränge aus PE 100 (AD 1600 mm, SDR 26) durch Heizelementstumpfschweißung (HS) miteinander verbunden. Unter Vorgabe des iranischen Auftraggebers Pars Oil Gas Company (POGC) wurden durch das SKZ im Vorfeld die PE-Schweißer und die Schweißaufsicht nach DVGW-Arbeitsblatt GW 330 [1] und DVGW-Merkblatt GW 331 [2] ausgebildet und zertifiziert. Es ist die Aufgabe des SKZ, die Qualitätssicherungskette, beginnend mit dem verarbeiteten Rohstoff über das Rohr bis hin zur Ausführung der Schweißverbindungen an der Baustelle, zu überwachen.
Autoren: Dr. Jürgen Wüst, Dipl.-Ing. (FH) Winfried Langlouis

Leitungserneuerung mittels Langrohr-Relining in Frankfurt/M.
In Frankfurt a. M. wurde aufgrund einer Rohrbruchgefährdung die Erneuerung der Trinkwassertransportleitung DN 500 zwischen Nibelungenplatz und Danziger Platz notwending. Der rohrbruchgefährdete Leitungsabschnitt hatte eine Länge von 2.300 Metern und war zum Teil über hundert Jahre alt. Eine Machbarkeitsstudie führte zum Einsatz des Langrohr-Relinings mit duktilen Gussrohren.
Autoren: Dipl.-Ing. Alexander Scholz, Dipl.-Ing. Christian Schmidt

Unterquerung des Oder-Havel-Kanals mittels Horizontalspülbohrung
Der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (ZWA) Eberswalde plante im Jahr 2008 die Neuverlegung einer Trinkwasserleitung als Düker unter dem Oder- Havel- Kanal (HOW) bei km 70,138, da der bestehende Düker auf Grund des Ausbaus des HOW und der Verlegung der Bundesstraße B2, welche den Kanal westlich der Dükerachse quert, der Baumaßnahme weichen muss.
Autor: Henry Nedoluha

Unterdükerung des Wesel-Datteln-Kanals
Die N.V. Rotterdam-Rijn Pijpleiding Maatschapij (RRP) betreibt in Deutschland zwei 24" Leitungen, die ausgehend vom niederländischen Tanklager bei Venlo die Raffinerien im nördlichen Ruhrgebiet bzw. im Kölner Raum mit diversen Rohölsorten versorgen. Die Leitung Venlo-Wesel querte dabei den Wesel-Datteln-Kanal (WDK) im Kreis Wesel unter Nutzung der Spellener Straßenbrücke westlich der Ortschaft Voerde-Friedrichsfeld. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg Meiderich plante den Abbruch sowie den Neubau der Spellener Brücke an gleicher Stelle sowie eine einseitige Verbreiterung des Schifffahrtskanals. Das WSA fordert die RRP daher auf, die derzeit an der vorhandenen Brücke angehängte Leitung DN 600 als vorauseilende Maßnahme zu beseitigen.
Autor: Dipl.-Ing. Detlef Moosmüller

HDD-Qualitätssicherung aus Sicht des Auftraggebers
Die folgenden Ausführungen sollen Auftraggebern und Planern als Leitfaden für die Ausschreibung von HDD-Baumaßnahmen dienen. Das Ziel ist eine technisch spezifizierte Ausschreibung aufzustellen, nach der eine vertraglich geregelte Vergabe von gesteuerten Horizontalbohrungen erfolgen kann. Hierdurch soll ein hohes Qualitätsniveau der Bauaus- führung erreicht werden. Was sollte ein Auftraggeber wissen, um sein HDD-Bauvorhaben rechtlich sicher, in guter Qualität und vor allem ohne finanzielle Verluste realisieren zu können?
Autoren: Dipl.-Ing. / EWE Hermann Lübbers, Holger Oetken, Roland Stutzki

Geothermie

Nutzung der oberflächennahen Geothermie in Hessen - Zahlen und Kenngrößen
Innerhalb weniger Jahre wurden in Hessen einige Tausend Erdwärmesondenanlagen von einer stetig gewachsenen Zahl von Bohrfirmen errichtet. Die nachfolgende statistische Auswertung dokumentiert die Entwicklung und den Stand dieses Booms. Sie charakterisiert Art und Umfang des Einsatzes von Erdwärmesonden in Hessen anhand verschiedener technischer Merkmale und erläutert Einflussfaktoren der Anlagenplanung.
Autor: Dr. Sven Rumohr

Trinkwasserversorgung

Qualitätssicherung bei der Inspektion und Wartung von Wasserverteilungsanlagen - das neue DVGW-Arbeitsblatt W 491
Für einen Großteil der Vorsorgungsunternehmen in der Bundesrepublik Deutschland waren die letzten Jahrzehnte dadurch geprägt, dass zunehmend Tätigkeiten aus dem eigenen Unternehmen zu entsprechenden Dienstleistern ausgelagert wurden, um insbesondere einfachere und personalintensive Tätigkeiten wirtschaftlicher abwickeln zu können. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ist der Qualität der Arbeit solcher Dienstleister, die Inspektions- und Wartungsarbeiten an Wasserverteilungsanlagen vornehmen, besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Autor: Dipl.-Ing. Bernd Heimhuber

Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren nach § 11 TrinkwV 2001 – hat sich die bisherige Praxis bewährt?
Seit dem 01. Januar 2003 werden die erlaubten Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren nach § 11 TrinkwV 2001 in einer gesonderten Liste durch das Umweltbundesamt (UBA) geführt, vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im Bundesgesundheitsblatt bekannt gemacht und laufend aktualisiert. Die fünfjährige Praxiserfahrung mit dieser Liste wird aus der Sicht des Verordnungsgebers (BMG) und des Herausgebers der Liste (UBA) dargestellt.
Autoren: Dr. Hartmut Bartel, Dr. Wolfgang Krüger

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