18.02.2009 -
Leitungsbau
Optimierte Verlegung von Kühlwasserleitungen für neue Kohlekraftwerke
Schon heute gilt das Steinkohlekraftwerk Westfalen in Hamm als das modernste der Welt: Es soll ab 2011/2012 rund drei Millionen Haushalte mit Strom versorgen – stößt aber im Vergleich zu Altanlagen circa 2,5 Mio. Tonnen weniger Treibhausgase pro Jahr aus. Das Kraftwerk Westfalen gehört zu einer neuen Kraftwerksgeneration, mit der die RWE Power AG, Essen, einen aktiven Beitrag für den Klimaschutz leistet. Innovativ sind auch die Hauptschlagadern der neuen Kraftwerke in Hamm, Grevenbroich-Neurath und bald auch im niederländischem Eemshaven: Die Köster AG optimierte ein Verfahren zum Verlegen der Kühlwasserleitungen, um deutlich Zeit zu sparen und die Kosten zu senken.
Autor: Hans Peter Karrenbauer
Standardisierung der Schnittstellen zwischen erdverlegten Armaturen und Einbaugarnituren
Nach groben Schätzungen liegen in deutschen Wassernetzen mehr als 10 Millionen erdverlegte Armaturen (ohne Hydranten). Mehrere 100.000 Mal pro Jahr muss die Schnittstelle Armaturen/Einbaugarnitur gebaut werden, sei es bedingt durch Reparaturen oder aufgrund von Netzerweiterungen. Eine Umfrage bei den Armaturenherstellern ergab, dass es eine Vielzahl von Varianten gibt, die Verbindung zwischen Armatur und Einbaugarnitur herzustellen. Eine Kompatibilität zwischen den einzelnen Produkten war selten gegeben. Dieses Problem wurde durch das DVGW-Arbeitsblatt GW 336 gelöst.
Autoren: Dipl.-Ing. Ines Milde-Reichert, Michael Neiner
Wirtschaftliche Wasserversorgung für weite Strecken
Rund 18.000 Menschen versorgt der Zweckverband Naab-Donau-Regen im Landkreis Regensburg täglich mit dem Lebensmittel Nummer eins, dem Trinkwasser. Zur Einbindung eines Brunnens im Ringschluss innerhalb der vorhandenen Infrastruktur der Trinkwasserversorgung wurde die Verlegung einer neuen Trinkwasserleitung von über 2.500 Metern Länge notwendig. Für dieses Bauprojekt war ein zuverlässiges und langlebiges Rohrsystem gefragt, das neben den mikrobiologischen Bodenanforderungen zusätzlich in unterschiedlichen Bodenklassen verlegt werden konnte. Gefordert waren neben überzeugenden Materialeigenschaften zusätzlich wirtschaftliche Montageeigenschaften, die eine schnelle Verlegung möglich machten.
Autorin: Dipl.-Ing. Ute Klümper
Kabel- und Leitungstiefbau: erfolgreich durch Qualifikation und Innovation
Die Kompetenz im Kabel- und Leitungstiefbau liegt bei den ausführenden Unternehmen. Ihnen obliegt die Auswahl des Bauverfahrens, des Bauablaufs, des Personals und der eingesetzten Baugeräte; sie haben somit entscheidenden Einfluss auf die operative Abwicklung. Dies erweist sich für die Auftraggeber der Versorgungswirtschaft nur dann als vorteilhaft, wenn die Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt ist und wenn die Bauleistungen der Auftragnehmer durch gut ausgebildetes Personal eine hohe Lebensdauer erreichen. Die klare Festlegung von Qualifikationskriterien sowie die Überwachung der Einhaltung vertraglicher Vorgaben unter technischen und abrechnungsrelevanten Gesichtspunkten liegen in der organisatorischen Verantwortung des Auftraggebers. So werden Wettbewerbsverzerrungen verhindert und eröffnen dem Auftraggeber die Möglichkeit, prozessbezogene Kostensenkungspotenziale zu heben.
Autor: Manfred Aßmann
Geothermie
Geothermie in Köln – das Siedlungsprojekt „Niehler WohnArt“
Im Jahr 2005 begann die Planung eines großen Wohnquartiers in Köln, das zwischenzeitlich unter der Bezeichnung „Niehler WohnArt“ entsteht. Nahezu 1.000 Menschen werden hier künftig in der zurzeit größten „Wärmepumpensiedlung“ Europas ihr Zuhause finden. Über Wärmepumpenanlagen wird das Grundwasser als umweltschonende Energiequelle genutzt, um den zukünftigen Eigentümern und Mietern niedrige Heizkosten und damit kostengünstigen Wohnraum bieten zu können.
Autoren: Dipl.-Ing. (FH) Klaus Möhren, Dipl.-Ing. (FH) Martin Röbers, Dipl.-Ing. (FH) Andreas Baumeister, Hubertus Hoffmann, Dr. Josef Hemling, Dieter Schröder
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