25.05.2010 -
Leitungsbau
Baubegleitendes Qualitätscontrolling im Kanalbau
Technisch komplexe Großinvestitionen, wie der Bau oder die Sanierung von Abwasserleitungen und -kanälen, erfordern ein ganzheitliches Qualitäts-management, denn Baumängel, eine nicht plankon-forme Ausführung und Schnittstellen-Probleme verursachen immer wieder hohe Folgekosten. Wie sich aufwändige Nachbesserungen oder Rechtsstreitigkeiten vermeiden lassen, zeigt das Beispiel der Stadt Taunusstein, die TÜV SÜD-Experten mit einem baube-gleitenden Qualitätscontrolling beauftragt hat.
Autor: Dipl.-Ing. Hubert Orf
Rohrnetzüberwachungssysteme für Nah- und Fernwärmenetze
Bei der Errichtung eines Wärmeversorgungssystems stellt das Rohrlei-tungsnetz einen erheblichen Anteil an der Investitionssumme dar. Die tatsächliche Nutzungsdauer ist damit einer der Schlüssel zum wirtschaft-lichen Erfolg der Gesamtinvestition. Durch den Einsatz eines Rohrnetz-überwachungssystems können die Bauqualität verbessert und Probleme frühzeitig erkannt und beseitigt werden.
Autor: Dipl.-Ing. Dipl.-Phys. Fritz Kamkalow
Geothermie
Bohrungen für Erdwärmesonden mit Hohlbohrschnecken
Das Bohren mit der Hohlbohrschnecke ist ein bekanntes Trockenbohr-verfahren aus dem Brunnenbau. Es wird heute vor allem für Brunnen mit geringem Förderbedarf, wie bei Gartenbrunnen oder Pegelbrunnen, angewandt. Der Vorteil liegt in der einfachen, sauberen und schnellen Herstellung der Brunnen. Gerade bei Bohrungen in grundwasserführen-den Lockergesteinsschichten besteht keine Gefahr des Bohrlocheinfalles durch die gleichzeitige Schutzverrohrung der Hohlbohrschnecke. Ausge-hend von den geologischen Verhältnissen, die man in der Rheinebene vorfindet, bietet sich dieses Verfahren auch für den Verbau von Erdwärme-sonden an.
Autor: Edelbert Krämer
Vorversuche an Verpressmaterialien für Erdwärmesonden zum mechanisch-hydraulischen Verhalten bei Frost/Tau-Wechseln
Das beim Bau von Erdwärmesonden einzusetzende Verpressmaterial hat im Wesentlichen zwei Aufgaben zu erfüllen: den möglichst unbeeinflussten Wärmeübergang von der Sonde zum umgebenden Erdreich zu sichern sowie die hydraulisch wirksame Sperrfunktion durchteufter, bindiger Horizonte wieder herzustellen. Beschrieben wird ein Versuchsverfahren, mit dem die Durchlässigkeit des Verpressmaterials auch bei mehrfachen Frost/Tau-Wechseln geprüft werden kann und dabei weitestgehend an bereits eingeführte, bodenmechanische Laborversuche angelehnt ist.
Autoren: Dipl.-Geol. Ingrun Albrecht, Dipl.-Ing. Dipl.-Geol. Dr. Jens Frank
Erste Erfahrungen bei der bohrlochgeophysikalischen Überprüfung von Erdwärmesonden
Seit Längerem wird von Behörden, aber auch Wasserwerkern eine Verträglichkeit der geothermischen Nutzung des Untergrundes mit den Belangen des Grundwasserschutzes angemahnt. Entsprechende Kontrollmöglichkeiten geothermischer Sonden fehlten bisher, sodass immer wieder Zweifel an deren sachgerechter Abdichtung aufkommen. Dem Wasserwerker war es auch bisher kaum zu vermitteln, dass seine neu errichteten Brunnen oder Grundwassermessstellen einer akribischen Kontrolle mittels bohrlochgeophysikalischer Messungen unterzogen wurden, im Umfeld aber Erdwärmesonden mit Teufen bis 100 Meter und tiefer ohne adäquate Kontrolle installiert werden. Im Artikel wird ein erster möglicher Ansatz zur Überprüfung von flachen Geothermiesonden beschrieben.
Autor: Dipl.-Geol. Karsten Baumann
Solar-Wärmepumpen mit Erdanbindung – Erneuerbare Energien ganzheitlich nutzen
Zukunftsweisende Solar-Wärmepumpen-Energiesysteme können die Integration von Solarthermie und Wärmepumpe ermöglichen. Damit sind Effizienzsteigerungen und verbesserte System-Jahresarbeitszahlen möglich. Mit dem Energiesystem Solargeo EX wurde eine Kombination von Solarthermie, Sole/Wasser-Wärmepumpe und Erdregistern entwickelt (Abb. 1). Hiermit konnte eine optimierte Lösung für die Energieversorgung eines 310 Quadratmeter großen Einfamilienhauses in Mettenheim mit geothermischer Nutzung erreicht werden; und das trotz relativ geringer Rasenfläche.
Autorin: Jacqueline Lachwa
Trinkwasserversorgung
Innenbeschichtung und Auskleidung von Stahlbehältern in Wasserwerken – das DVGW-Arbeitsblatt W 628
Stahl ist ein Material, das wegen seiner guten Eigenschaften häufig als Werkstoff für Behälter mit verschiedensten Anwendungen in Wasserwer-ken eingesetzt wird. Nachteil des unlegierten Stahls ist seine Neigung zur Korrosion in ungeschütztem Zustand. Dies ist sowohl in der Atmosphäre im Außenbereich eines Stahlbehälters als auch im direkten Kontakt mit dem Medium im Innenraum zu beachten. Zur Erhaltung der mechanischen Stabilität entsprechend der vorgesehenen Nutzungsdauer ist der Stahl-behälter vor Korrosion zu schützen und eine leichte Reinigung zu gewähr-leisten.
Autor: Dr. Axel Spieß
Das neue Wasserhaushaltsgesetz aus Sicht der Trinkwasser-versorgung
Für eine erste Orientierung über Veränderungen des neuen Bundes-Wasserhaushaltsgesetzes gegenüber dem bisherigen Recht lohnt ein Blick auf das gescheiterte Umweltgesetzbuch. Ferner ist das neue Wasserhaushaltsgesetz einzuordnen in die Kaskade rechtlicher Rege-lungen auf europäischer Ebene oberhalb und einer Vielzahl von – sich nun auch zwangsweise ändernder – Landesgesetzen unterhalb des Normen-werks. Der Beitrag gibt den Inhalt eines Vortrages des Autors vom
6. Oktober 2009 in Potsdam wieder.
Autor: Ass. jur. Achim Schubert
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