09.03.2010 -
Leitungsbau
Risikoorientierte Erneuerung eines Wassernetzes und Ersatzerneuerungsstrategie am Beispiel der Wasserversorgung Luzern
Rohrleitungsschäden sind für jedes Wasserversor-gungsunternehmen imagerelevant. Je nach Lage des Schadens und der Dimension der betroffenen Versor-gungsleitungen kann das Schadenspotenzial sehr hoch sein. Zur Überprü-fung und Absicherung der bisherigen Strategie hat die ewl energie wasser luzern beschlossen, unter Berücksichtigung der aktuellen Schadensent-wicklung und der Altersstruktur des Netzes, eine Optimierung der Ersatz-erneuerungsstrategie durch das Rechenzentrum für Versorgungsnetze Wehr GmbH, Düsseldorf, durchführen zu lassen.
Autoren: Dr. Kurt Rüegg, Dr.-Ing. Dirk Th. König
Spezial bauma 2010
Leitungsbau/Bohrtechnik
Einsatz von HDD unter beengten Platzverhältnissen
Größere Rohrnennweiten erfordern bei der grabenlosen Rohrverlegung mittels HDD in der Regel den Einsatz von Großbohranlagen ab der 800-1000 kN-Klasse. Aufgrund der hohen Anforderung an die Bohrspülungs-technologie werden Großbohranlagen mit einem umfangreichen Zusatz-equipment betrieben. So entstehen komplexe Bohreinheiten mit entsprech-endem Platzbedarf. Eine Herausforderung, die im vorgestellten Projekt trotz beengter Platzverhältnisse bewältigt werden konnte.
Autor: Dipl.-Ing. Timo Mücke
Flexibles Navigationssystem für den Bau von Ver- und Entsorgungstunneln
Bei der Vermessung im Bereich des Rohrvortriebs wurden in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielt. Auf Basis der langjährigen Projekt-erfahrungen hat Herrenknecht das modular aufgebaute Universal Navi-gation System (U.N.S.) entwickelt. Mit ihm steht dem Anlagenbetreiber ein System zur Verfügung, das im Baukastenprinzip auf spezielle Projekterfor-dernisse wie Kurvenfahrten oder Langstreckenvortriebe erweitert werden kann. Das faseroptische Kreiselsystem (HGO) ermöglicht die Lagebestim-mung der Vortriebsmaschine auch während des Vortriebs.
Autoren: Stefan Pabst, Dipl.-Ing. (FH) Christian Zimmermann
Wirtschaftliche Druck- und Temperaturmessung an Bohrtürmen und in Bohrungen
Sichere und effektive Bohrungen erfordern den Einsatz fortschrittlicher Messtechnik. Der Beitrag stellt die Einsatzmöglichkeiten neu entwickelter Druck- und Temperatursensoren beim Geothermal Radial Drilling (GRD)-System dar. Das GRD vereint die Verfahrensvorteile horizontal und vertikal verlegter Erdwärmekollektoren und Erdwärmesonden. Zudem wird aufge-zeigt, wie Druckmessdaten zur Prüfung der Hydrauliken an Bohrturmaus-rüstungen per Funk verfügbar gemacht werden können.
Autoren: Dipl.-Ing. Dieter Wurm, Mathias Mueller
Geothermie
Bohrerfahrungen bei Deutschlands größtem Geothermieprojekt
Die Stadtwerke München verfolgen das ehrgeizige Ziel, dass München die erste deutsche Großstadt sein soll, in der alle Privathaushalte mit Ökostrom versorgt werden können, der in eigenen Anlagen produziert wird. Eine zentrale Rolle in der Strategie zur Erreichung dieses Ziels spielt, unter Nutzung lokaler Ressourcen, die Geothermie. In München-Riem betreiben die Stadtwerke seit 2004 ihre erste Geothermieanlage zur Wärmeerzeu-gung. Das erste Projekt mit dem Ziel der Stromerzeugung ist Sauerlach, seit Oktober 2007 wurde dort gebohrt. Drei Bohrungen für das geother-mische Heizkraftwerk mit einer geplanten Leistung von ca. fünf MW und einer zusätzlichen Auskopplung von vier MW Wärme sind niedergebracht und die Pumpversuche erfolgreich abgeschlossen worden. Berichtet wird über die Erfahrungen bei der Abteufung der tiefsten Geothermiebohrungen in Deutschland.
Autoren: Dr.-Ing. Christian Pletl, Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.- Ing. Julia Angerer, Dipl.-Ing. Robert Graf, Dipl.-Geol. René Stoyke, Dipl.-Ing. Herbert Toll
Druckprüfungen von Erdwärmesonden (Teil 2)
Gemessen an der möglichen Anzahl der Prüfdurchgänge stellt die Druck-prüfung ein wesentliches Element der Qualitätssicherung beim Bau von Erdwärmesondenanlagen dar. In Teil 1 wurden das Regelwerk und die sich daraus ergebenden Prüfbedingungen und Prüfzeitpunkte kritisch betrachtet, in Teil 2 soll nun auf die derzeit gängige Praxis bei der Durch-führung sowie die im Entwurf erschienene SIA 384/6 in Bezug auf Druck-prüfungen näher eingegangen werden.
Autor: David Urban
Wasserversorgung
Wasserzähler – Anforderungen und Prüfungen: das neue DVGW-Arbeitsblatt W 421
Erstmals definiert der DVGW im Detail Anforderungen an Wasserzähler, die über messtechnische Belange hinausgehen. Vorgestellt wird ein Überblick darüber, warum das Arbeitsblatt W 421 notwendig wurde und wo der Nutzen seiner Anwendung, aber auch dessen Grenzen liegen.
Autor: Dipl.-Ing. Frank Stefanski, Dr.-Ing. Alexander Gotschol
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