19.11.2009 -
Leitungsbau
Instandhaltung von Abwasserleitungen: Rechtsgrundlagen im Umbruch
Kaum eine Rechtsmaterie berührt ein größeres politisches und wirtschaftliches Konfliktpotenzial als das Recht der Instandhaltung von Abwasserkanälen. Das Ineinandergreifen von Wasser-, Straf- und Satzungsrecht einerseits und technischem Regelwerk andererseits setzt öffentlichen und privaten Leitungsbetreibern Handlungspflichten, mit denen Dutzende Milliarden Euro für Sanierungsinvestitionen erforderlich werden. Umso bedeutsamer ist, dass das Wasserrecht als zentrale Säule des „Kanalrechts“ durch eine Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) jüngst grundlegend verändert wurde.
Autor: Dipl.-Ing. Ulrich Winkler
IKT-Warentest: Reparaturverfahren besser als ihr Ruf
Allgemein genießt die partielle Kanalsanierung einen zweifelhaften Ruf. Die Verfahren gelten als störanfällig im Betrieb und als nicht besonders langlebig. Der jüngste IKT-Warentest „Reparaturverfahren für Hauptkanäle“ kommt hingegen zu einem positiveren Ergebnis: Fünf von zwölf Verfahren erhalten die Note „gut“, vier Verfahren „befriedigend“ und lediglich drei wurden mit „ausreichend“ beurteilt.
Autoren: Dipl.-Ing. (FH) Kathrin Harting, Dipl.-Ök. Roland W. Waniek
Kanalsanierungsplanung für komplexes Leitungssystem in Rekordzeit
Aufgrund eines Rohrbruches einer Schmutzwasserleitung gelangte stark verunreinigtes Industrieabwasser in den daneben liegenden Regen-wasserkanal. Dies verursachte die Ableitung stark belasteten Abwassers in einen nahe gelegenen Bach – mit entsprechenden Folgen. Natürlich wurde dieser Schaden vom Eigentümer des Industriebetriebes nicht vorsätzlich herbeigeführt, jedoch wird in einem Schadensfall die Einhal-tung sämtlicher gesetzlicher Vorschriften überprüft. Diese führte dazu, dass die Eigenkontrollverordnungen zur Überwachung des Kanalsystems nicht umgesetzt wurden.
Autor: Markus Mendek
Optimale Vortriebskraft sichern
Bei jeder im Rohrvortriebsverfahren herzustellenden Rohrleitung entschei-det die Festlegung der zulässigen Vortriebskraft einerseits über die Sicherheit gegenüber einer Überbeanspruchung der Rohre und anderer-seits aber auch über die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der gesamten Baumaßnahme. Mit einer statischen Begleitung des Rohrvortriebes mit dem Simulationsprogramm CoJack lassen sich die maximal zulässigen Pressenkräfte optimieren und der Einsatz geschwindigkeitshemmender Zwischenpressstationen minimieren.
Autoren: Dr.-Ing. Dietmar Beckmann, Dipl.-Ing. Guido Haarmann
Bohrtechnik/Geothermie
Heizen mit Tiefengeothermie in Edelshausen
Die Unternehmensgruppe BAUER aus Schrobenhausen realisiert ein eigenes Projekt der Tiefengeothermie. Weite Teile der neuen Produk-tionsstätte in Edelshausen sollen dadurch beheizt werden. Bei derartigen Vorhaben verursachen die Bohrarbeiten den wesentlichen Teil der Investitionskosten. Im Sinne einer Kostenoptimierung der Gesamtmaß-nahme wurde hierbei besonderes Augenmerk auf einen für die jeweiligen Abschnitte angepassten Geräte- und Verfahrenseinsatz gelegt. Der Beitrag beschreibt die Herstellung des Standrohrs, die Herrichtung des Bohrplatz-areals und sowie das Abteufen der Ankerrohrsektion.
Autor: Dipl.-Ing. Joachim Schmidl
Trinkwasserersorgung
Vorkommen und Herkunft von Uran in deutschen Mineral- und Trinkwässern
307 Mineral- und 476 Trinkwässer wurden auf Uran untersucht. Mineral-wässer weisen zum Teil erhebliche geogen bedingte Urangehalte auf. Uran in Trinkwässern aus oberflächennahen Grundwässern kann hingegen aus mineralischen Phosphatdüngern stammen.
Autoren: Dr. Friedhart Knolle, Prof. Dr. Dr. habil. Dr. h.c. Ewald Schnug
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