20.10.2009 -
Leitungsbau
Methoden zur Rehabilitationsplanung von Trinkwassernetzen
Wasserversorgungsunternehmen sollen eine technische und wirtschaftliche Rehabilitationsstrategie entwickeln, um langfristig im Sinne eines Genera-tionenvertrages die Trinkwasserversorgungsnetze optimal zu warten und zu erhalten, sowie die Kosten für deren Betrieb und Erhaltung gering halten. Um die Gebühren entsprechend effizient einzu-setzen, bedarf es einer zustandsorientierten und vorausschauenden Rehabilitationsstrategie. Die Aufzeichnung von alterungsabhängigen Schäden an verschiedenen Rohrmaterialien ermöglicht es, entsprechende Alterungsprozesse an den verlegten Rohrleitungen indirekt beschreiben zu können.
Autor: Dr.-Ing. Gerald Gangl
HDD mit Stahlmantelrohren – komplexe Fernwärme-Baumaßnahme in Braunschweig
Zur Erschließung eines Gewerbeparks in Braunschweig wurden zwei parallele SMR-Fernwärmerohre DN 500/300 unterhalb besonders geschützter Biotope trotz schwieriger geologischer Verhältnisse im HDDSpülbohrverfahren auf einer Länge von 400 Metern verlegt.
Autoren: Dipl.-Ing. Stephan Mügge, Dipl.-Ing. Ronald Siebel
Zementmörtelummantelung von Stahlrohren – ein System für den dynamischen Rohrvortrieb?
Stahlrohre sind im Bereich der Schutzrohrpressungen seit Langem Stand der Technik. Schutzrohrpressungen werden sowohl mit Stahlrohren ohne Korrosionsschutz als auch in korrosionsgeschützter Ausführung beispielsweise mit Polypropylenumhüllungen oder auch zusätzlicher Zementmörtelummantelung ausgeführt. Hier sind statische und dynamische Pressverfahren zu unterscheiden. Speziell im Fall der dynamischen Pressverfahren war der Einsatz von Zementmörtel-ummantelungen bisher jedoch nicht vorgesehen. Mit der Weiterent-wicklung dieser Ummantelung hin zu einem festen, nur durch die Zerstörung der Mörtelschicht zu lösenden mechanischen Verbund zwischen Polyethylenumhüllung und Zementmörtelummantelung war ein erster Versuch, diese Rohrausführung für ein dynamisches Pressver-fahren einzusetzen, obligatorisch.
Autoren: Dr. Hans-Jürgen Kocks, Thorsten Schmidt
Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung – Stand der Technik
Während der Verband „Kommunale Unternehmen“ vor zu viel Wasser-sparen warnt und einige Kanalnetzbetreiber die früher üblichen Regen-wassermengen als Spülstoß schon vermissen, läuft in München und im Emscher-Gebiet das Programm „15 Prozent Abkopplung in 15 Jahren“. Dort wird mit Nachdruck daran gearbeitet, Regenwasser dezentral zu bewirtschaften und vom öffentlichen Kanal fernzuhalten. Versickerungs-fähige Pflasterflächen, oberflächennah ableitende Rinnen und Regen-zisternen bieten Möglichkeiten zur dezentralen Regenrückhaltung, eine Technik, die regional sogar bezuschusst wird. Der Artikel beschreibt den aktuellen Stand – technisch und rechtlich.
Autor: Dipl.-Ing. Klaus W. König
Geothermie
Geothermie-Projekt „Quartier Unterlinden“ in Freiburg: nachhaltiges Klimatisierungskonzept für große Bürogebäude
Seit 2007 realisiert der Projektentwickler Unmüssig Bauträgergesellschaft Baden mbH in Freiburg das Bauvorhaben „Quartier Unterlinden“. Dabei wird das Zukunftskonzept umgesetzt, einen Bürokomplex mit Hilfe von geothermischer Energie nachhaltig, umweltfreundlich und wirtschaftlich zu klimatisieren. Insgesamt 108 Bohrungen für Erdwärmesonden mussten in äußerst komplexer Geologie in Tiefen von bis zu 125 Metern eingebracht werden. Mit der Anbindung der Sonden im April 2009 konnten die Bohrar-beiten erfolgreich und termingerecht abgeschlossen werden.
Autoren: Dipl.-Geol. Christian Fleissner, Dipl.-Geol. Wolfgang Fechner,
Dr. rer. nat. Thomas Schweizer, Walter Zielinski
Förderung der Tiefengeothermie
Mit einer stärkeren Förderung von Geothermieanlagen zur Stromerzeugung im Rahmen der seit dem 1. Januar geltenden EEG-Novelle und der Verbesserungen im sogenannten Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) für Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärme-markt haben sich die Rahmenbedingungen für die Nutzung der Tiefen-geothermie stark verbessert.
Autorin: Dipl.-Kffr. (FH) Verena Köln
Numerische 3-D Modelle zur Temperaturvorhersage und Reservoirsimulation
In Den Haag soll ein Stadtbezirk mit insgesamt 6.000 Wohneinheiten über eine geothermische Dublette versorgt werden. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Eneco Energy, E.ON Benelux, der Immobilien-gesellschaften Vestia, Staedion, Haagwonen und der Stadt Den Haag. Zielhorizont der geothermischen Dublette ist der „Delftsandstein“, der zu einem bedeutenden Reservoirsystem an der Grenze Jura/Kreide gehört. Im Westniederländischen Becken sind diese Sandsteinhorizonte seit Jahrzehnten Zielobjekte der Kohlenwasserstoffexploration und entsprechend gut erforscht. Am geplanten Standort befindet sich dieser Speicher in einer Tiefe von etwa 2.200 Meter Tiefe. Die vorgestellte Studie zeigt Ergebnisse numerischer Simulationen zur detaillierten Vorhersage der Reservoirtemperaturen und des Produktionsverhaltens der geplanten Dublette.
Autoren: Dr. Darius Mottaghy, Dr. Renate Pechnig
Trinkwasserverteilung
Trinkwasser-Übergabestellen – das neue DVGW-Arbeitsblatt W 365
Die Übergabe von Trinkwasser zwischen Versorgern scheint eine simple Angelegenheit zu sein. Über deren Ausführung gibt es aber sehr unter-schiedliche Standpunkte. Dies beginnt bei der Frage, ob eine indirekte oder direkte Einspeisung besser sei, und führt über technischen Ausfüh-rungen im Detail zu vertraglichen Fragen.
Autor: Ing. Rolf Kurmann
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