Rohrleitungsbauverband

AUSGABE APRIL 2009 DER BBR

17.04.2009 -


Geothermie

Erdwärmesonden - Hauptprobleme durch fehlerhafte Planung und Erstellung
Erdwärmesonden sind geschlossene, in vertikale oder geneigte Bohrlöcher eingebaute Wärmeüber-trager zur Nutzung der Erdwärme zu Heiz- und Kühlzwecken, in denen flüssige Wärmeträgermedien eingesetzt werden. Durch den derzeitigen Boom und Preisdruck auf dem Markt der Erdwärmesonden werden immer häufiger Qualitätsanfor-derungen bei Planung und Errichtung von Erdwärmesondenanlagen nicht beachtet. Die Beachtung von Qualitätsanforderungen ist aber Voraus-setzung sowohl für die Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit der Anlagen als auch für den Schutz des Grundwassers, aus dem unser Trinkwasser überwiegend gewonnen wird.
Autor: Dipl.-Ing. Hannes Berger

Leitungsbau / Bohrtechnik

ORFEUS
- ein zukunftsweisendes Projekt zur Innenerkundung des Untergrundes

Seit Jahren wird mit viel Aufwand versucht, den Untergrund "transparenter" zu machen. Anwender der Horizontalbohrtechnik wünschen sich seit Jahren sowohl für innerstädtische Leitungsverlegearbeiten als auch für große Kreuzungen, Querungen und sogar Dükerungen klare Informationen über den Verlauf von Fremdleitungen und Hindernissen im Untergrund. Nun gibt es seit wenigen Jahren ein europäisches Forschungsvorhaben, welches nicht nur die Untergrunderkundung von der Geländeoberfläche aus deutlich verbessern wird, sondern zusätzlich auch einen völlig neuen Weg geht, nämlich den der Erkundung des Untergrundes aus einem Horizontalbohrkopf heraus. Erstmalig in Europa werden Radarantennen in HDD-Versuchsbohr-köpfe eingebaut, durch die während des Bohrvor-triebes "Innenerkundungen" des Untergrundes möglich sein werden. Über den gegenwärtigen Entwicklungsstand wird in diesem Beitrag berichtet.
Autoren: Dr. Hans-Joachim Bayer, Dipl.-Ing. Elmar Koch, Dipl.-Ing. Meinolf Rameil

Trinkwasserversorgung

Fernwirklösungen für die Wasserwirtschaft
- auch unterwegs alles im Blick

Moderne Lösungen zur Überwachung von Anlagen in der Wasserwirtschaft ermöglichen neben einer Darstellung der Informationen im Internet auch die mobile Kommunikation. Erst dann ist die Betreuung der Anlagen immer und überall gewährleistet. Das iPhone bietet als Kommunikations-tool die Voraussetzungen für eine übersichtliche, leistungsfähige Präsentation und schnelle Aktion; seine Vorteile können dann voll genutzt werden, wenn es integraler Teil einer Gesamtlösung ist, welche herstellerübergreifend Zustände erfasst, drahtlos überträgt, in sicheren Webservices verarbeitet und das Wesentliche auf einen Blick darstellt. Eine solche Lösung wird an einem konkreten Beispiel vorgestellt.
Autoren: Dipl.-Ing. (FH) Hans-Jürgen Krieg, Wolfgang Schönberger


Sicherheit in der Trinkwasserversorgung
- die neuen DVGW-Hinweise W 1001 und W 1002

Das Thema "Sicherheit" ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus von Diskussionen und Aktivitäten auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene gelangt. Neue Konzepte wie das Water-Safety-Plan-Konzept der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder Normungs-aktivitäten auf CEN- und ISO-Ebene wie auch Aktivitäten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sind Beispiele hierfür. Dabei wird bezüglich der Versorgungssicherheit der deutsche Begriff "Sicherheit" sowohl auf Aspekte der Prozesssicherheit (Englisch: "Safety") als auch auf die Sicherheit vor Eingriffen von außen auf die Wasserver-sorgung (Englisch: "Security") bezogen.
Autoren: Dr. Claudia Castell-Exner, Dipl.-Ing. Thomas Zenz, Dipl.-Ing. Uwe Marquardt

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