05.05.2009 - Seit vielen Jahren schon wird im Rahmen der WASSER BERLIN auch die gemeinsame Jahrestagung von Rohrleitungsbauverband e.V. (rbv) und der Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V. (figawa) ausgerichtet. So auch in diesem Jahr. Den Auftakt dazu gestalteten die Verantwortlichen am 2. April mit einem flotten Begrüßungsabend in der "Eventlocation Wasserwerk Hohenzollerndamm".
Mit Bouletten, Schrippen, 'ner Molle, flotter Musik und guter Stimmung hießen sie rund 270 Mitglieder/Gäste zur Jahrestagung aufs herzlichste willkommen und erlebten mit ihnen einen schönen, typischen Berliner Abend.
Während am folgenden Tag das Rahmenprogramm mit einer Sightseeing Top-Tour Berlin, alternativ einem Besuch der KPM-Manufaktur aufwartete, hieß es von Präsident Dipl.-Ing. Klaus Küsel im MARITIM Hotel Berlin um 9 Uhr:
Ich begrüße Sie herzlich zu unserer diesjährigen Mitglieder-versammlung."
Bevor es an die Regularien der Mitgliederversammlung ging, wandte sich Küsel mit einem sehr eindrucksvollen Statement zur derzeitigen Situation des Leitungsbaus an die Teilnehmer. Mit Rückblick auf die vergangenen Messetage und die Positionierung der Verbände auf dem Kooperationsstand in der Leitungsbau-Halle habe die Branche einen Weg eingeschlagen, der aus Einigkeit, eigenständiger Meinung, festem Standpunkt und öffentlicher Darstellung besteht.
"Es ist an der Zeit," so Küsel,
"die eigene Zuständigkeit neu zu definieren oder sich zur Not auch neu zu erfinden, denn die Konjunkturkrise wird auch unsere Firmen erreichen." Er ermunterte abschließend die Unternehmer, neue Wege zu gehen, sich neuen Aufgaben zu stellen, Gutes zu bewahren, Qualität zu sichern und auf die eigene unternehmerische Kraft zu bauen.
Es folgten das Gedenken an die in 2008 verstorbenen Mitglieder, die Aufnahme von Dipl.-Ing. Eberhard Marquardt als rbv-Ehrenmitglied sowie die Verleihung der rbv-Jubiläumsurkunden.
Hauptgeschäftsführer Dipl.-Ing. Wilhelm Kröfges berichtete über die Arbeiten und Aufgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr und erläuterte den vorliegenden Jahresbericht 2008. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen die Erklärungen zum "Berliner Abkommen" (der Rahmenvertrag mit der Bauindustrie), die Grundsatzaufgaben des Verbandes, der BFA und der angegliederten Gesellschaften brbv, figawa Service und blb sowie die Zuordnung der Fachbereiche in den Gesellschaften. Desweiteren stellte er die Zusammenarbeit und die Kooperationen mit anderen Verbänden der Leitungsbaubranche dar, die teilweise im ersten Quartal 2009 als außerordentliche Mitglieder dem rbv beigetreten sind. Abschließend unterrichtete Kröfges die Mitglieder über das neue DVGW-AB GW 301, das als etablierte Marke gestärkt werden soll und dass die im Rahmen der Zertifizierung entwickelten und verwendeten Unterlagen zukünftig berücksichtigt werden.
Mit Hinweis auf die Tischvorlage M. 3/09 stellte Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dieter Hesselmann die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes in 2008 vor. Neben den "gängigen" Publikationen in Fach- und Tagespresse wurde eine Studie zur Instandhaltungsstrategie auf den Weg gebracht, Basisdokumente erarbeitet, Pilotprojekte zur "Kooperation Wasserwirtschaft" aquiriert und zahlreiche Gespräche mit Bundestagsmitgliedern der verschiedensten Parteien geführt.
Es folgte der Bericht über die Arbeit des Technischen Ausschusses durch seinen Vorsitzenden Dipl.-Ing. Hanjürgen Grabner, sowie der Bericht des BFA/rbv-Ausbildungsausschusses durch seinen Vorsitzenden Dipl.-Ing. Armin Jordan. Beide Berichte sind ausführlich im Jahresbericht 2008 abgedruckt.
Wie gewohnt, konnten der Bericht des Rechnungsprüfers, die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung, der Etat 2009 sowie die Wahl des Rechnungsprüfers zügig abgehandelt werden. Die Jahrestagung 2010 wird vom 22. bis 24. April in Würzburg ausgerichtet.
Die gut besuchte Mitgliederversammlung des rbv
Klaus Küsel ergriff noch einmal zur Verabschiedung das Wort, dessen wesentlicher Inhalt lautete:
"Vereint sollten wir für unsere Branche eintreten, mit einer Stimme sollte der deutsche Leitungsbau sprechen. Der Weg ist vorgezeichnet, die Trasse abgesteckt. Bringen wir unsere Bagger in Stellung und lassen Sie uns nicht zur Geisel des Pessimismus' werden."
So manchem Politiker würden solche Worte auch gut stehen!
Anmerkung:
Für die nächste WASSER BERLIN, die nach neuem Rhythmus bereits in 2011 stattfindet, wird auch die Laufzeit von bisher fünf auf vier Tage von Dienstag bis Freitag reduziert. Sie findet vom 21. bis zum 24. Juni 2011 statt. Im Rahmen von WASSER BERLIN 2011 wird die International No Dig stattfinden.
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