Rohrleitungsbauverband

IN VIELEN RBV-LANDESGRUPPEN WURDE GEWÄHLT

Erstmals eine Frau in den Vorstand berufen

18.02.2010 - Satzungsbedingt wird in den Landesgruppensitzungen des Rohrleitungsbauverbandes e. V. (rbv) alle zwei Jahre ein neuer Vorstand gewählt. Dementsprechend waren viele der traditionell im letzten Quartal eines Jahres stattfindenden regionalen Veranstaltungen von personellen Entscheidungen geprägt. So auch das Treffen der Landesgruppe Baden-
Württemberg, in der mit Gudrun Lohr-Kapfer erstmals eine Frau den Vor-sitz einer rbv-Landesgruppe übernahm.

Darüber hinaus informierten sich die Vertreter der Mitgliedsunternehmen des rbv über die Arbeit ihres Verbandes und die aktuellen Entwicklungen im Leitungsbau. Zu den wichtigen Tagesordnungspunkten zählte dabei der Bericht der Geschäftsführung. rbv-Hauptgeschäftsführer Dipl.-Ing. Wilhelm Kröfges und rbv-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dieter Hesselmann fassten auf den Sitzungen der Landesgruppen Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Hessen/Thüringen und Nordrhein-Westfalen die Aktivitäten des Verbandes für die Mitglieder zusammen. Im Vordergrund der Verbandsarbeit steht die Unterstützung der Mitgliedsunternehmen. Unter anderem sollen deren Interessen gegenüber Auftraggebern, Netz-dienstleistern und Behörden mit dem Zusammenschluss von rbv und führenden Fachverbänden auf Dauer gestärkt werden. Daneben standen Berichte über die rbv-Arbeitskreise „Satzung“ und „Pipelinebau“ im Fokus. Ebenso wie die Tätigkeiten vom Technischem Ausschuss und von der Bundesfachabteilung Leitungsbau sowie die Themen Neufassung GW 301, die Zertifizierung von Fachunternehmen und der Bereich Öffentlich-keitsarbeit.


v. l.:
Dipl.-Ing. Günther Baumgärtner, Dipl.-Volksw. Gudrun Lohr-Kapfer, Dipl.-Ing. Kurt Schäfer







Großes Interesse am „AK Satzung“

Auch die Fortschritte des „Arbeitskreises Satzung“ stehen zurzeit beson-ders im Blickpunkt. Das machten die Gespräche mit den rbv-Mitgliedern deutlich. Der Arbeitskreis wurde vor allem im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen des Marktes ins Leben gerufen. „Die meisten rbv-Mitglieds-unternehmen bewegen sich mittlerweile nicht nur auf den Märkten des Gas- und Wasserfaches, sondern sind ebenso im Leitungsbau oder in der Leitungssanierung für die Bereiche Abwasser, Fernwärme, Strom oder Telekommunikation tätig“, nahm Hauptgeschäftsführer Kröfges zu den Hintergründen Stellung.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Da die Satzung des rbv derzeit nur ein Enga-gement des Verbandes in der Gas- und Wasserversorgung möglich macht, hat der rbv-Vorstand bereits im Juni 2009 die Gründung dieses Arbeitskreises beschlossen. Seine Teilnehmer sollen prüfen, ob und unter welchen Bedingungen eine Weiterentwicklung des Verbandes sinnvoll ist. Dabei werden Präsident Dipl.-Ing. Klaus Küsel, Vizepräsident Dipl.-Ing. (FH) Fritz Eckard Lang, die Landesgruppenvorsitzenden Dipl.-Ing. (FH) Manfred Vogelbacher und Dipl.-Ing. Franz Hoffmann sowie die rbv-Geschäftsführung bei ihrer Arbeit von einer erfahrenen Beratungsge-sellschaft für Verbandsmanagement unterstützt.

Der Mitgliederversammlung 2010 soll – so die vorläufige Planung – eine Satzungsänderung vorgestellt werden, die neben der Zertifizierung nach GW 301 weitere Qualitätszeichen als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im rbv zulässt. Des Weiteren hat der rbv mit dem Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V. (AGFW), der German Society for Trench-less Technology e. V. (GSTT), der Gütegemeinschaft Leitungstiefbau e. V., dem Rohrleitungssanierungsverband e. V. (RSV) und dem Verband Güte-schutz Horizontalbohrungen e. V. (DCA) gegenseitige außerordentliche Mitgliedschaften geschlossen oder in die Wege geleitet. Damit wird die Möglichkeit für eine Zusammenarbeit in den Bereichen Regelwerk und gesetzliche Vorlagen, Vertretung technischer Belange gegenüber Auftrag-gebern, Netzdienstleistern und Behörden, Öffentlichkeitsarbeit und techni-sche Kommunikation sowie Mitwirkung bei Messen und Kongressen und Fort- und Weiterbildung geschaffen.

Neue Strukturen geplant

Mit dem sogenannten „Berliner Abkommen“ brachte Geschäftsführer Hesselmann ein weiteres Highlight der Verbandsarbeit im Jahr 2009 zur Sprache. Nach der Übernahme der Geschäftsführung der Bundesfach-abteilung Leitungsbau durch den Rohrleitungsbauverband (rbv) ist das Hauptziel der Kooperation mit dem Hauptverband der Deutschen Bauin-dustrie (HDB) eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den bauindustriellen Landesverbänden und den rbv-Regionalgruppen. Weitere Veränderungen sind für den Technischen Ausschuss rbv vorgesehen. „Vor allem mit Blick auf die erweiterten Aufgaben des rbv müssen die Struktu-ren der Geschäftsführung des Technischen Ausschusses (TA) angepasst werden“, erklärte Hesselmann.

Zu den weiteren erwähnenswerten Aktivitäten der rbv-Geschäftsführung im Jahr 2009 zählt neben dem Besuch der Bundesnetzagentur, bei dem Präsident und Geschäftsführung die Mitarbeiter der BNetzA auf die Auswir-kungen der Regulierung auf die Leitungsbauunternehmen hingewiesen haben, ein Parlamentarisches Frühstück mit Vertretern von FDP, den Grünen und der SPD. Ein Treffen, bei dem rbv-Präsident Dipl.-Ing. Klaus Küsel mit den Politikern darüber diskutierte, wie man dem Qualitätsaspekt und den netzerhaltenden Investitionen im Rahmen der Anreizregulierung mehr Aufmerksamkeit widmen könne. Erfolgreich verlief auch eine Vortragsveranstaltung im Juni in der Messe Düsseldorf zum Thema „Private Grundstücksentwässerung“, auf der über 100 Vertreter von Städten und Gemeinden aus NRW auf ihre Informationspflicht gegenüber den Bürgern aufmerksam gemacht wurden.

Landesgruppe Baden-Württemberg (09.10.2009)

Die Sitzung der Landesgruppe Baden-Württemberg fand unter Leitung des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Güther Baumgärtner statt. Zu den besonderen Gästen zählten die Rechtsanwälte Klaus Bissinger (Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V., Stuttgart), Michael Hafner (Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V., Freiburg) und Joachim Thomas (Verband Bauwirtschaft Nordbaden e. V., Mannheim). Neben einer Führung durch ein Werk der Simona AG am nahe gelegenen Standort Ringsheim stand vor allem die Wahl des Landesgruppenvorstandes im Mittelpunkt der Veranstaltung in Rust.

Da der bisherige Vorsitzende Günther Baumgärtner aus Alters-gründen auf eine Wiederwahl verzichtete, konnte Wahlleiter Dipl.-Ing. Claus Keller nach einstimmiger Wahl Dipl.-Volksw. Gudrun Lohr-Kapfer als neue Vorsitze de bekannt geben. Dipl.-Ing. Kurt Schäfer wurde als stellvertretender Vorsitzen-der wiedergewählt. Erwähnenswert ist der Umstand, dass mit Gudrun Lohr‑Kapfer erstmals eine Frau den Vorsitz einer rbv-Landesgruppe übernimmt.

v. l.:
Dipl.-Ing. Kurt Schäfer,
Dipl.-Ing. Günther Baumgärtner







Die nächste Herbsttagung der rbv-Landesgruppe Baden-Württemberg ist für den 7. und 8. Oktober 2010 in Lindau am Bodensee geplant.

Landesgruppe Bayern (16.10.2009)

Als besondere Gäste konnte Dipl.-Ing. (FH) Dieter Beck, Vorsitzender der Landesgruppe Bayern, Senator e. h. RA Gerhard Hess (Bayerischer Bauindustrieverband e. V., München), Dipl.-Ing. Herbert Kraus (Verein für Bauforschung und Berufsbildung des Bayerischen Bauindustrieverbandes e. V., Bauindustriezentrum Wetzendorf, Nürnberg-Wetzendorf), RA Dr. Detlef Lupp (Bayerischer Bauindustrieverband e. V., München), Dipl.-Ing. (FH) Jörn-Helge Möller (DVGW-Landesgruppe Bayern, München) und Dipl.- Ing. Werner Weßing (E.ON Ruhrgas AG, Essen) sowie die rbv-Ehrenmit-glieder Dipl.-Ing. Heinz Betzold und Dipl.-Ing. Arnd Böhme begrüßen. Nach einem Vortrag von Senator Hess – er betonte die gute Zusammenarbeit
zwischen rbv und BBIV und wies in einem Beitrag über das Bauforde-rungssicherungsgesetz auf aktuelle Problemstellungen in der Bauwirt-schaft hin – äußerte Dipl.-Ing. (FH) Jörn-Helge Möller, Geschäftsführer der DVGW-Landesgruppe Bayern, die Hoffnung, dass sich die Investitionen in die bayerischen Wassernetze in Zukunft verstetigen werden, da die verantwortlichen Kommunen im Rechnungswesen von der Kameralistik auf die Doppik umstellen. „Damit wird der Weg frei, die Abschreibung der Netze in eine ordentliche Kalkulation einfließen zu lassen“, so Möller.

Darüber hinaus wurde auch in der Landesgruppe Bayern ein neuer Vorstand gewählt. rbv-Ehrenmitglied Dipl.-Ing. Arnd Böhme gab nach einstimmiger Wahl das Ergebnis bekannt: Dipl.-Ing. (FH) Dieter Beck wurde als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Seine Stellvertreter sind Heinz Grabau und Dipl.-Ing. (FH) Ewald Weber. Ein Vortrag von Dipl.-Ing. Werner Weßing, E.ON Ruhrgas AG, zur Situation der Gasversorgung unter Berücksichtigung der Aktivitäten der Bundesnetzagentur und der Förderung erneuerbarer Energien sowie ein Bericht von Dipl.-Ing. (FH) Manfred Wittmann, PRO BAU Ingenieur- und Rohrleitungsbau GmbH, Passau, über eine Umfrage bei niederbayerischen Bauunternehmen zur desolaten Auftragslage im Tiefbau rundeten das Treffen der rbv-Mitglieder thematisch ab.

Die nächste Herbsttagung der rbv- Landesgruppe Bayern ist am 14. und 15. Oktober 2010 in Lindau am Bodensee geplant.

Landesgruppe Niedersachsen (23.10.2009)

Der Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen, Dipl.-Ing. Franz Hoffmann, begrüßte als Gast Rechtsanwältin Ina Witten vom Bauindustrie-verband Niedersachsen- Bremen e. V., Bremen. Danach gab er wichtige Personalien von der Gründungsveranstaltung der Landesfachabteilung Leitungsbau im Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen e. V. bekannt. Am 6. Oktober 2009 wurde in Wedemark Dipl.-Ing. Harald Röver, Geschäftsführer der Stehmeyer & Bischoff GmbH & Co. KG, Bremen, zum Vorsitzenden der Landesfachabteilung Leitungsbau gewählt. Sein Stell-vertreter ist Dipl.-Ing. Ernst Schaffarzyk, GeschäftsGeschäftsführer der Ernst Petershagen GmbH & Co. KG, Delmenhorst. Die Geschäftsführung der Landesfachabteilung wird durch Rechtsanwältin Ina Witten wahr-genommen.

Die nächste Frühjahrssitzung der Landesgruppe Niedersachsen findet am 9. März 2010 in Hannover-Langenhagen, die nächste Herbsttagung am 28. und 29. Oktober in Braunschweig statt.

Landesgruppe Hessen/Thüringen (06.11.2009)

Die Sitzung der Landesgruppe Hessen/Thüringen fand unter Leitung des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Jürgen Seidler in Marburg statt. Als besondere Gäste begrüßte er neben Dipl.-Ing. Helmut Ernst (AGFW – Der Energie-effizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V., Frankfurt am Main), Dipl.-Ing. (FH) Heinz Flick (DVGW – Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e. V. Landesgruppe Hessen, Mainz), Dipl.-Ing. Ralf Hanemann (Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e. V., Erfurt), Dr. Franz Kahle (Bürgermeister der Stadt Marburg, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Marburg) und Dipl.- Ing. Rainer Kühne (Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg). Neben Gastvorträgen des Marburger Bürgermeisters und des Geschäftsführers der Marburger Stadtwerke standen auch in der Landesgruppe Hessen/Thüringen Neuwahlen auf dem Programm. Dr. Franz Kahle stellte in seinem Vortrag die Marburger Solarsatzung vor, welche die solare Baupflicht für Neubauten, Gebäudeerweiterungen und wesentliche bauliche Veränderungen im gesamten Stadtgebiet regelt. Im Anschluss daran machte Dipl.- Ing. Rainer Kühne die aktuelle energie-politische Situation der Stadt deutlich und leitete daraus seine Steuerung der Investitionen in die Energieversorgung Marburgs ab.

v. l.:
Dipl.-Ing. Christian Balke,
Dipl.-Ing. Armin Jordan,
Dipl.-Ing. Uwe Thomas







Bei der Wahl des Landesgruppenvorstandes, bei der rbv-Vizepräsident Dipl.-Ing. (FH) Fritz Eckard Lang als Wahlleiter fungierte, wurde Dipl.-Ing. Uwe Thomas zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende nehmen in Zukunft Dipl.-Ing. Christian Balke (Hessen) und Dipl.-Ing. Armin Jordan (Thüringen) ihre Aufgaben wahr. In einem weiteren Vortrag sprach sich Heinz Flick für eine stärkere Zusammenarbeit der DVGW-Landesgruppe Hessen mit dem rbv und seinen Mitgliedsunter-nehmen aus. „Mindestens einmal jährlich soll ein Gespräch zwischen Rohrleitungsbau- und Versorgungsunternehmen organisiert werden, um die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren“, regte Flick an. „Aufgrund der räumlichen Überschneidung der Versorgungsgebiete ist es ratsam, dass der geplante ‚runde Tisch‘ von den rbv-Landesgruppen Rheinland-Pfalz und Hessen/Thüringen gemeinsam organisiert werde.“

Die nächste Arbeitssitzung der rbv-Landesgruppe Hessen/Thüringen soll am 4. März 2010 in Kloster Arnsburg stattfinden wird; die nächste Herbsttagung ist am 4. und 5. November 2010 in Stolberg im Harz geplant.

Landesgruppe Nordrhein-Westfalen (13.11.2009)

Der Vorsitzende der rbv-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen und Präsident des rbv, Dipl.-Ing. Klaus Küsel, hieß als Gäste Dr. Bernd Garstka (Berufs-förderungswerk der Bauindustrie NRW e. V., Düsseldorf), Annette Zülch (Gesellschaft für Bauqualität und Technik mbH, Düsseldorf) und das rbv- Ehrenmitglied Dipl.-Ing. Arnd Böhme willkommen.

v. l.:
Dipl.-Ing. Klaus Küsel
Dipl.-Kfm. Dr. rer. pol. Ralph Donath







Bei der Wahl des Landesgruppenvorstandes konnte Wahlleiter Arnd Böhme den Vorsitzenden Dipl.-Ing. Klaus Küsel und seinen Stellvertreter Dipl.-Kfm. Dr. rer. pol. Ralph Donath in ihren Ämtern bestätigen. Neben den Wahlen des Vorstandes stand ein Gedankenaustausch der Landes-fachabteilung Nordrhein-Westfalen und der rbv-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der Vorsitzende der Landes-fachabteilung Leitungstiefbau (LFA LTB), Dipl.- Ing. Wolfgang Krah, nahm die erste Teilnahme an einer rbv-Landesgruppensitzung zum Anlass, über die aktuellen Aktivitäten der Fachabteilung zu berichten. Insbesondere ging Krah in seinen Ausführungen auf die Sanierung privater und öffentlicher Abwasserleitungen ein. „Vor allem in Hinblick auf den 31.12.2015 – bis zu diesem Termin sollten Hausbesitzer die Dichtheit ihrer Abwasserleitungen durch Fachbetriebe überprüfen lassen – bietet sich die große Chance für die Leitungsbauunternehmen, neue Märkte zu erschließen“, erklärte Krah. „Das ist eine Chance, die sich die Mitgliedsunternehmen nicht entgehen lassen sollten“, so sein Appell.

Die nächste Herbsttagung der rbv-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen findet am 18. und 19. November 2010 in de Kulturhauptstadt Essen statt. (tm, dh)

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